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In der Europäischen Union üben zahlreiche Menschen während ihrer Freizeit ein Ehrenamt aus. Sie arbeiten unentgeltlich in Schulen, Krankenhäusern oder Sportclubs, oder setzen ihre Arbeitskraft als Naturschützer oder Helfer in Entwicklungsländern ein. Daher hat die Europäische Kommission am 03.06.2009 beschlossen, 2011 zum Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit zu erklären.
WAS WIRD SICH KONKRET ÄNDERN?
- Die Bedeutung der Freiwilligentätigkeit wie auch die Hindernisse, mit denen Freiwillige und Freiwilligenverbände konfrontiert sind, werden stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt.
- Bewährte Praktiken werden in der gesamten EU - zum Nutzen aller - besser bekannt gemacht.
Mit dem Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit werden folgende Ziele ins Auge gefasst:
- Schaffung eines Umfelds, das Freiwilligen gegenüber positiv eingestellt ist. Dadurch sollen in ganz Europa mehr Menschen für Tätigkeiten im Dienste der Gesellschaft gewonnen werden.
- Stärkung der Position von Freiwilligenorganisationen und somit Erleichterung der Freiwilligentätigkeit und Förderung der Zusammenarbeit zwischen Freiwilligenorganisationen und anderen Bereichen;
- Anerkennung der Verdienste von Freiwilligentätigkeiten und folglich größere Begeisterung für solche Tätigkeiten und mehr Anerkennung der dabei erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten;
- Mehr Wertschätzung für Freiwilligentätigkeiten, insbesondere für ihren Beitrag zur Schaffung von Harmonie und Wohlstand in der Gesellschaft sowie für Tätigkeiten im zwischenmenschlichen Bereich.
Für die konkrete Durchführung sind (für die gesamte Dauer des Jahres) vorgesehen:
- Veranstaltungen in allen EU-Ländern
- Veröffentlichungen Studien Debatten
WER HAT EINEN NUTZEN?
- Freiwillige in ganz Europa. Sie könnten sich treffen und ihre Erfahrungen über die besten Praktiken in ihrem jeweiligen Land austauschen.
- Öffentliche Behörden, Freiwilligenorganisationen und Unternehmen. Auch sie könnten sich umfassender informieren und erfahren, wie den Bürgern die Aufnahme und Ausübung von Freiwilligentätigkeiten erleichtert werden kann.
- Personen, denen Freiwilligenarbeit völlig fremd ist, könnten für die Sache gewonnen und vielleicht sogar selbst aktive Freiwillige werden.
WARUM SOLL DIE EU TÄTIG WERDEN?
- Die besten Praktiken der einzelnen Länder würden in ganz Europa besser bekannt werden.
- Eine Koordinierung auf EU-Ebene hätte den Vorteil einer erhöhten Sensibilisierung, Sichtbarkeit und gegenseitigen Bereicherung über die nationalen Landesgrenzen hinaus.
BEREITSTELLUNG VON MITTELN
Die
Europäische Kommission schlägt die Bereitstellung von 6 Mio. EUR für
das Europäische Jahr selbst und von 2 Mio. EUR für vorbereitende
Maßnahmen im Jahr 2010 vor.
Die
vorgeschlagenen Aktivitäten sollen sich auf Kommunikations- und
Sensibilisierungsmaßnahmen wie Konferenzen, Seminare, Erfahrungsaustausche und
Veröffentlichungen konzentrieren. Ähnliche Aktivitäten sind auch in den
Mitgliedstaaten mithilfe nationaler Koordinationsstrukturen durchzuführen. Der
Schwerpunkt wird auf der finanziellen Unterstützung von Projekten mit einem
Bezug zu Freiwilligentätigkeiten liegen, die im Rahmen von EU-Aktionsprogrammen
wie beispielsweise „Jugend in Aktion“ realisiert werden. Dabei sollen die
europäische, nationale, regionale und lokale Ebene einbezogen werden. Die
Zuständigkeit für das Europäische Jahr verbleibt jedoch bei den Freiwilligen
und den Freiwilligenorganisationen und eine Vielzahl von Aktionen und
Feierlichkeiten werden von der Basis organisiert werden.
Kontakt
und weitere Informationen:
http://ec.europa.eu/citizenship/news/news820_en.htm
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