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Nachdem eine Gruppe Inhalte, Methoden und Strategien für eine anstehende gemeinsame Aktion erarbeitet hat, dient die Arbeit mit den „Logischen Ebenen" dazu, die vorhandenen Kräfte zu bündeln und sich als Team für die Herausforderung gut aufzustellen. Zu diesem Zweck durchschreiten die Teammitglieder unter Anleitung differenzierend und ressourcenorientiert verschiedene „psycho"-logische Ebenen der Veränderung.
Mit freundlicher
Genehmigung der Veröffentlichung durch www.managerseminare.de.
WAS
Dauer
Etwa 45 bis 60 Minuten.
Anwendungsbereiche
Das Tool kommt in einer Teamentwicklung oder einem Change-Workshop in der Phase „Abschließen" zur Anwendung. Der Einsatz der Methode ist dann sinnvoll, wenn das Team zwar sachlich gut vorbereitet und ambitioniert ist, gleichzeitig aber noch Unsicherheit spürbar wird, ob Einzelne oder das Team der Situation gewachsen sind. Die „Teameinstimmung durch die Logischen Ebenen" ist besonders wirkungsvoll, wenn sie sich auf ein konkretes Ereignis bezieht, das mit Sicherheit eintreten wird.
Zielsetzung/Nutzen
Das Persönlichkeitsmodell der „Logischen Ebenen" betrachtet den Menschen als ein kybernetisches System. Um sich der Vielschichtigkeit und Vielfältigkeit von Menschen und Systemen anzunähern, unterscheidet das Modell sechs verschiedene Ebenen: „Umwelt/Umgebung", „Verhalten", „Fähigkeiten", „Glauben und Werte", „Identität", „Sinn/Spiritualität". Die Ebenen werden als aufeinander aufbauend verstanden. Eine Veränderung auf höherer Ebene schließt unmittelbar die niedrigeren ein. Wenn beispielsweise jemand seine Fähigkeit, Konzepte und Strategien vor Publikum zu präsentieren, gezielt trainiert, so wird sich das auch auf den Ebenen Verhalten und Umwelt/Umgebung auswirken. Die Person wird dann bei Präsentationen wahrscheinlich auch entspannter auftreten und die Umgebung anders als zuvor wahrnehmen oder diese zu ihren Gunsten bewusst gestalten.
Anschließend an die inhaltliche Themenbearbeitung dient das gemeinsame Durchschreiten der sechs Ebenen der sachlichen und emotionalen Ergebnissicherung, indem eine persönliche wie auch eine gemeinsame Stärkung im Hinblick auf das anstehende Ereignis erfolgt.
Die unterschiedlichen Kräfte, die auf den einzeln Ebenen aktiviert werden, können durch ihre Wirkkraft „top down" vorhandene Ressourcen im Team stabilisieren. Die Teammitglieder verankern gemeinsam die positive Erfahrung, um sie in der eigentlichen Herausforderung reaktivieren zu können. Die aufbauend differenzierende Betrachtung einer Situation aus den einzelnen Ebenen heraus ermöglicht eine ganzheitlich wirksame Vorbereitung.
WIE
Ausführliche Beschreibung
Beispielsituation: Ein Projektteam aus dem IT-Bereich hat auf Grund einer gesetzlichen Veränderung eine neue computergesteuerte Bear¬beitung eines Vorganges entwickelt. Damit verbunden ist nicht nur die Einführung einer neuen Software, sondern auch die Implementierung einer neuen Ablauforganisation. Die erarbeitete Vorgehensweise soll nun dem Vorstand in einer Präsentation vorgestellt werden. Zwar ist man überzeugt von der Sache, auch wurde eine Präsentationsstrategie erarbeitet, dennoch sind die Teammitglieder sich ihrer selbst und gegenüber dem Vorstand nicht sicher. Der Moderator entscheidet sich, das Team zum Abschluss des Workshops im Hinblick auf diese konkrete Situation durch die „Logischen Ebenen" zu führen.
Schritt 1: Vorbereitung und Einführung
Auf dem Boden des Seminarraumes werden die „Logischen Ebenen" mithilfe von Kreppband so markiert, dass die einzelnen Felder klar voneinander abgegrenzt sind. Beschriftete Moderationskarten kennzeichnen die einzelnen Ebenen:
Abb. 1: Vorbereitung der "Aktionsfläche"
Umwelt/Umgebung
Verhalten
Fähigkeiten
Werte/Glauben
Identität
Sinn/Spiritualität
Den Teammitgliedern wird zunächst nur erklärt, dass sie, unter Anleitung und bezogen auf die anstehende Situation, gemeinsam die so genannten „Logischen Ebenen" durchlaufen werden. Das werde ihnen helfen, die Präsentation vor dem Vorstand gut „auf die Reihe zu bringen". Während es die Aufgabe der Moderation sei, die einzelnen Ebenen kurz einzuführen, würden die Teilnehmenden angeregt, die Assoziationen zu der jeweiligen Ebene auszusprechen. Durch das, was andere sagen, könnten sich die Teammitglieder dann gegenseitig anregen, ergänzen und Ideen erweitern.
Die Moderation sollte an dieser Stelle zum Miteinander einladen und Bereitschaft zum Experimentieren wecken, aber nicht zu viel erläutern. Die „Logischen Ebenen" werden erst im Tun erklärt. Wichtig ist jedoch, dass sich alle über die anstehende Situation, die im Folgenden betrachtet werden soll, einig sind! (Hier: Präsentation vor dem Vorstand)
Die eigentliche Übung besteht immer aus zwei wesentlichen, aufeinander folgenden Teilen:
- Die „Logischen Ebenen" werden rückwärts von unten nach oben durchlaufen.
- Die „Logischen Ebenen" werden vorwärts von oben nach unten durchlaufen.
Schritt 2: Ressourcen aktivieren - rückwärts durch die „Logischen Ebenen"
Die Teilnehmenden durchschreiten nach Anleitung zunächst rückwärts Feld für Feld die „Logischen Ebenen", von „Umwelt/Umgebung" aufgeschehen die folgenden Schritte:
- Der Moderator führt jeweils mit einer kurzen Erklärung in die Bedeutung der gerade beschrittenen Ebene ein.
- Er stellt Fragen und induziert so - immer bezogen auf die konkret zu betrachtende Situation - eine kleine Trance, die den Teilnehmenden hilft, ihre Ressourcen auf den verschiedenen Ebenen zu vergegenwärtigen.
- Er ermuntert die Gruppe, ihre Einfälle, Ideen und Bilder zu benennen.
- Er wiederholt die wesentlichen Inhalte der genannten Assoziationen, um sie zu festigen.
- Er bittet die Teilnehmenden, gemeinsam die nächste Ebene zu betreten.
Der Moderator bittet die Teilnehmenden, sich oberhalb des Feldes „Umwelt/Umgebung" nebeneinander aufzustellen und dieses dann gemeinsam mit einem Rückwärtsschritt zu betreten.
Die erste Ebene: Umwelt/Umgebung
- Erklärung: „Die Position ‚Umwelt/Umgebung‘ meint den Kontext, die äußeren Umstände und Rahmenbedingungen, die in der konkreten Situation vorgefunden werden. Bitte denken Sie sich in die anstehende Vorstands-Präsentation hinein und vergegenwärtigen Sie sich, was Sie auf der Ebene ‚Umwelt/Umgebung‘ erleben."
- Leitfragen: „Wo genau wird die Sache stattfinden? Wann? Wer wird dabei sein? Wer noch? Mit wem werden Sie da sein? Wie nehmen Sie die Umgebung wahr? Was gibt es zu sehen, hören, fühlen, schmecken, riechen?"
- Der Moderator regt an: „Nennen Sie bitte alle Ideen, Bilder und Assoziationen, die Ihnen dazu einfallen."
- Der Moderator wiederholt die wesentlichen Inhalte.
- Die Teammitglieder werden aufgefordert: „Bitte treten Sie gemeinsam einen Schritt zurück auf die Ebene ‚Verhalten‘."
Die zweite Ebene: Verhalten
- Erklärung: „Auf dieser Position geht es darum, wie Sie sich während der Präsentation verhalten werden, damit sie gelingt: Im Blickpunkt sind also Ihre Handlungen und Ihr Tun durch Worte, Stimme/n, Gestik, Bewegungen, Atmung usw. Verhalten ist all das, was Sie von außen, wie durch eine Videokamera aufgenommen, wahrnehmen können." (Hinweis für die Moderation: den Fokus immer auf das GELINGEN der anstehenden Situation richten!)
- Leitfragen: „Was genau tun Sie? Was sagen Sie? Wie sprechen Sie? Was sehen, was hören Sie? Wie fühlt es sich an? Was gibt es zum Verhalten noch zu beschreiben?"
- Wie oben
- Wie oben
- „Bitte treten Sie gemeinsam einen Schritt zurück auf die Ebene ‚Fähigkeiten‘."
Die dritte Ebene: Fähigkeiten
- Erklärung: „Diese Position dient dazu, sich zu vergegenwärtigen, was Sie können, welche Fähigkeiten Sie haben und welche Strategien Sie aktivieren, um sich wie oben beschrieben zu verhalten."
- Leitfragen: „Wie werden Sie das genannte Verhalten ausführen? Welche Fähigkeiten brauchen Sie, um die Verhaltensweisen an diesem Ort, zu dieser Zeit zu verwirklichen? Welche Ressourcen und Potenziale haben Sie, die Sie nutzen können? Wie tun Sie etwas in dieser Situation am besten?"
- Wie oben
- Wie oben
- „Bitte treten Sie gemeinsam einen Schritt zurück auf die Ebene ‚Glauben und Werte‘."
Die vierte Ebene: Glauben und Werte
Wie vorhandene Fähigkeiten eingesetzt werden, hängt entscheidend davon ab, wie wir etwas angehen und von welchen Einstellungen und Werten wir uns leiten lassen. Werte sind wesentliche Motivatoren.
- Erklärung: „Auf dieser Position geht es darum, sich bewusst zu machen, wovon Sie überzeugt sein müssen, um über die genannten Fähigkeiten zu verfügen."
- Leitfragen: „Warum und wofür aktivieren Sie gerade diese Fähig¬keiten? Was ist Ihnen daran wichtig? Wovon müssen Sie überzeugt sein, damit Sie Ihre Fähigkeiten für die Situation entfalten und das gewünschte Verhalten zeigen können? Was motiviert Sie?"
- Wie oben
- Wie oben
- „Bitte treten Sie gemeinsam einen Schritt zurück auf die Ebene ‚Identität‘."
Die fünfte Ebene: Identität
Die Identität als Selbstbild und Selbstwert beschreibt alles, was wir über uns als Person oder auch über das „Wir" im Team glauben.
- Erklärung: „Auf dieser Ebene werden Sie überlegen, welches Bild Sie von sich selbst und/oder von Ihnen als Team in der anstehenden Situation haben."
- Leitfragen: „Bitte finden Sie eine ressourcevolle Metapher/ein Bild/ein Symbol ..., das Ihre Glaubenssätze, Werte, Fähigkeiten und Verhaltensweisen prägnant zum Ausdruck bringt. Als wer oder was werden Sie in dieser Situation mit Ihren Werten, Fähigkeiten und Verhaltensweisen da sein? Welches Bild haben Sie von sich als Person bzw. von sich als Gruppe?"
- Wie oben
- Wie oben
- „Bitte treten Sie gemeinsam einen Schritt zurück auf die Ebene ‚Sinn/Spiritualität‘."
Die sechste Ebene: Sinn/Spiritualität
Neben der Zugehörigkeit als Teil eines größeren Systems, sind hier auch Vision, Mission oder Berufung, denen die „Identität" dient, gemeint. In einem pragmatischen Sinn kann das bedeuten, aufgehoben zu sein in einem Unternehmen, bzw. in einem „Wir". Übergeordnet verbinden Menschen damit aber auch, Zugehörigkeit in einem gemeinsamen Sinnverständnis, Teil einer geistigen Gemeinschaft, einer Vision und/oder Spiritualität zu sein.
- Erklärung: „Es geht auf dieser Position um Ihre Zugehörigkeit als Teil eines größeren Systems."
- Leitfragen: „Welchem größeren Zusammenhang fühlen Sie sich als Person bzw. als Team zugehörig? Was gibt Ihnen Sinn? Was ist Sinn und Zweck Ihres Teams in Ihrer Unternehmung? Was ist es, dem sie dienen? Was ist der höhere Kontext?"
- Wie oben
- Wie oben
Schritt 3: Ressourcen verankern - vorwärts durch die „Logischen Ebenen"
Das Ziel des folgenden Schrittes ist es, die bis zur höchsten Ebene angereicherten Erfahrungen bis zur untersten Ebene mitzunehmen. Dazu ist es nötig, den erreichten Zustand auf der letzten Ebene bei den Teilnehmenden zu verankern. (Ankern ist die Verknüpfung eines inneren Gefühlszustandes mit einem äußeren Reiz mit dem Ziel, durch diesen externalen Stimulus den positiv verankerten Bewussteinszustand auch zu einem anderen Zeitpunkt wieder auszulösen zu können.) Das Ankern kann durch den Moderator akustisch (klicken eines Kulis, Schnalzen, Summton ...) oder durch eine Bewegung (für alle sichtbare Armbewegung, die den Schritt nach vorne begleitet) erfolgen. Erfolg angeregt werden kann, eine gemeinsame Bewegung als kinästhetisch wirksame Aktion auszuführen.
Während die Gruppe sich also noch auf der Position „Sinn/Spiritualität" befindet, fragt der Moderator: „Welches Gefühl kommt in Ihnen auf, wenn Sie sich klarmachen, welchem größeren Ganzen Sie angehören? Bitte spüren Sie nach und lassen Sie dieses Gefühl in sich ausbreiten (...) Finden Sie nun miteinander eine Bewegung, die dieses Empfinden beinhaltet (...) Führen Sie die Bewegung gemeinsam aus und nehmen Sie so viel wie möglich von diesem guten Gefühl, dem Bewusstsein des größeren Ganzen, von dem Sie ein Teil sind, mit nach vorn auf die Ebene ‚Identität‘."
Die Gruppe kehrt jetzt vorwärtsgerichtet, Schritt für Schritt und angereichert mit den Erfahrungen und Erkenntnissen aus den höheren Ebenen von „Sinn/Spiritualität" bis „Umwelt/Umgebung" wieder zurück.
Bei jedem der folgenden Schritte gilt:
- der Moderator fordert die Teilnehmenden auf, Veränderungen wahrzunehmen und die Erfahrungen der höheren Ebene zu repräsentieren. Er zitiert erneut die wesentlichen Assoziationen, die die Teammitglieder auf der jeweiligen Ebene genannt haben.
- zwischen den Fragen, bzw. Aufforderungen lässt der Moderator der Gruppe ausreichend Zeit zum Nachspüren.
- während der Moderator nun die Gruppe auffordert, mit der angereicherten Erfahrung einen Schritt zur vorhergehenden Ebene zu tun, wird der „Anker gesetzt".
Identität
„Spüren Sie aufmerksam nach, ob sich etwas verändert hat. Vielleicht entdecken Sie Neues, was dazugekommen ist? Was macht Sie aus als Person - als ganzes Team in dieser Situation? Nehmen Sie - mit der gemeinsamen Bewegung - so viel wie möglich von der Erfahrung, wer oder wie sie sind, mit nach vorn auf die nächste Position."
Glaube und Werte
„Nehmen Sie wahr, ob und was sich verändert hat. Entdecken Sie Neues, was dazugekommen ist. Welche Überzeugungen werden vielleicht bedeutsam? Gibt es etwas Zusätzliches, was Sie motiviert? Nehmen Sie wahr, wie Ihre Einstellungen und Werte verstärkt und bereichert werden. Bringen Sie - in der gemeinsamen Bewegung - Ihre Gefühle und Überzeugungen mit nach vorn auf die nächste Ebene."
Fähigkeiten
„Seien Sie aufmerksam dafür, wie sich die Fähigkeiten, die Sie erleben, verstärken, verändern oder bereichern. Welche neuen Fähigkeiten werden Ihnen jetzt bewusst, über die Sie noch verfügen? Nehmen Sie wieder viel von diesen Erfahrungen, Gefühlen und Fähigkeiten mit und gehen Sie - in der gemeinsamen Bewegung - nach vorn in die nächste Position."
Verhalten
„Seien Sie aufmerksam und machen Sie sich klar, ob sich etwas verändert hat. Erkennen Sie etwas Neues, was dazugekommen ist? Nehmen Sie wahr, was Sie tun, wie Sie sich verhalten. Nehmen Sie wiederum so viel wie möglich von dem Gefühl und von diesem Verhalten mit und gehen Sie - in der gemeinsamen Bewegung - nach vorn auf die nächste Position."
Umwelt/Umgebung
„Vergegenwärtigen Sie sich, was Sie jetzt auf dieser Position erleben. Erleben Sie gemeinsam wie dieser erste Platz verwandelt und bereichert wird ... Treten Sie nun - in der gemeinsamen Bewegung - aus den Feldern der Logischen Ebenen heraus."
Schritt 4: Betrachtung aus der Meta-Ebene und Sorge für die Zukunft
Nach Verlassen der „Logischen Ebenen" schauen sich die Teammitglie¬der die Sache von außen an und äußern sich blitzlichtartig zu den Erfahrungen. Keine Diskussion zulassen! Gemeinsam sollte nun geklärt werden, wie die Gruppe dafür Sorge trägt, in der vorbereiteten Situation die verankerten Ressourcen zu aktivieren. Dabei geht es nicht mehr um eine „kopfgesteuerte" Analyse der Übung im Detail. Vielmehr aktiviert der Moderator die transfersichernden Ressourcen der Gruppe:
Welche herausragenden Fähigkeiten Ihres Teams werden sicherstellen, dass Sie Ihre Ressourcen bei Bedarf jederzeit aktivieren können?
Welche Möglichkeiten sehen Sie, die gemeinsam gefundene Bewegung vor der Präsentation auszuführen, um die jetzt spürbaren Ressourcen in der dann anstehenden Herausforderung miteinander verfügbar zu machen?
Voraussetzungen/Kenntnisse
Der Moderator sollte die „Logischen Ebenen" zumindest von der Idee her kennen. Besser ist es, wenn er über Erfahrung durch eigenes Erleben verfügt. Wer sich aber in die Betrachtungsweise aus den verschiedenen Ebenen gut hineindenken kann und moderationserfahren ist, wird das Tool auch anwenden können.
Kommentar/Erfahrungen
Diese „ressourcenorientierte Anreicherung" schlägt sich in einer guten, aktivierenden Stimmung bei den Beteiligten nieder. Wenn es gelingt, eine gemeinsame Bewegung zur Verankerung der Erfahrungen zu initiieren, entsteht so etwas wie ein Gruppentanz durch die Ebenen. Dieser lustvoll erlebte Gleichklang in einer Gruppe sichert das Zusammenspiel und Miteinander in einer schwierigen Situation auf besondere Weise.
Die Methode bedarf einer motivierten, der anstehenden Situation gegenüber positiven Grundstimmung, die es aktiv zu festigen bzw. auszubauen gilt. Überwiegen dagegen Skepsis und ein problemorientierter Fokus auf das Ereignis, wird es schwierig sein, die Ressourcen der Gruppe zu aktivieren. Da die Situation bei einer Gruppe schnell zu komplex wird, lässt sich dann, anders als bei der Anwendung des Tools im Einzelcoaching, nicht so gut der Blick auf die Stärken fördern.
Variationsmöglichkeiten:
Bei einer Gruppe von mehr als acht Personen hat sich eine spiralförmig angelegte Reihung der Ebenen bewährt. Die beschrifteten Moderationskarten werden dann in einer großen Spirale ausgelegt, die Gruppe durchläuft die Ebenen nicht parallel aufgereiht, sondern eher wie eine Small Talk haltende Runde. Ansonsten gelten die gleichen Regeln.
Man kann mit der Ebene „Identität" enden und von dort aus den Rückweg von oben nach unten initiieren. Ich persönlich halte es aber im wahrsten Sinne des Wortes für „sinn-voll" die Ebene „Sinn" mit einzubeziehen.
Technische Hinweise
Räumliche Voraussetzungen
Im Raum muss es eine großzügig bemessene Freifläche geben, die es ermöglicht, dass alle Teilnehmenden nebeneinander stehend sechs Schritte rückwärts gehen können.
Ausstattung
-
Moderationskarten, die mit den Themen der einzelnen Ebenen Umwelt/Umgebung, Verhalten usw. ... beschriftet sind
- Evtl. Kreppband, um die „Logischen Ebenen" auf dem Fußboden zu markieren
WER
Autorin
Eva Havenith arbeitet als Kommunikationsberaterin in Unternehmen. Im Teamcoaching unterstützt sie Gruppen in ihrer Zusammenarbeit. Als Klärungshelferin und Mediatorin begleitet sie Menschen in herausfordernden Konfliktsituationen. In Changeprozessen bündeln sich diese Erfahrungen und ihre Vermittlungsqualifikationen, indem sie Teamprozesse als Beraterin und Moderatorin begleitet. Kontakt: www.EvaHavenith.de
Herausgeber
Armin Rohm ist seit 1994 als selbständiger Prozessberater, Coach, Trainer und Buchautor tätig. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Begleitung/Moderation von Change-Prozessen, Teamentwicklung, Konfliktklärung sowie die Konzeption und Durchführung von Programmen zur Führungskräfteentwicklung. Armin Rohm bietet außerdem eine zweijährige Ausbildung zum Systemischen Coach und Prozessberater an, die jährlich im Oktober/November startet.
Quellen/Weiterführende Literatur:
Armin Rohm (Hrsg.): "Change-Tools: Erfahrene Prozessberater präsentieren wirksame Workschop-Interventionen " Verlag www.managerseminare.de; 3. Auflage 2008, 312 Seiten, kt., ISBN 978-3-936075-39-7; Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von www.managerseminare.de
Das Persönlichkeitsmodell der „Logischen Ebenen" wurde von Robert Dilts, aufbauend auf den vier logischen Typen des Lernens von Gregory Bateson, entwickelt. Robert Dilts gehört zu den bedeutendsten Mitentwicklern des Neuro-Linguistischen Programmierens (NLP).
- Robert Dilts (1993). Die Veränderung von Glaubenssystemen. NLP & Glaubensarbeit. Paderborn: Junfermann.
- Alexa Mohl (2006). Der große Zauberlehrling Teil 1 + 2. Das NLP-Arbeitsbuch für Lernende und Anwender. Paderborn: Junfermann.
Hinweis auf weitere Change-Tools auf www.netzwerk-gemeinsinn.net:
1. Dienstalterpolonaise
3. World-Café
4. Die vier Zimmer der Veränderung
5. Vom Problem zum Ziel
6. Wo, bitte, geht's hier nach Norden?
7. Hurra ein Befehl
Kontakt
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Armin Rohm
Training & Beratung
Haselnussweg 9
88436 Eberhardzell-Mühlhausen
fon: 0049 (0)7355 / 9340 44
fax: 0049 (0)7355 / 9340 45
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www.armin-rohm.de
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