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Dominikus Zohner stellte sich am 29. März 2008 zur Pecha-Kucha-Night von „Networking - what works?!" der Frage: "Wie entsteht aus einem einzelnen Knoten ein großes Netzwerk?". Hier die Verschriftlichung einer Präsentation mit Hinweisen auf sein ehrenamtliches Engagement als Isarfischer.
"Mit einer Hand lässt sich kein Knoten binden."
Dieses mongolische Sprichwort macht deutlich, worauf es ankommt, wenn man Knoten bindet, ein Netz knüpft oder etwas Großes bewegen will. Um große Dinge zu erreichen, braucht es viele, die an einem gemeinsamen Netz knüpfen. Und wer ein großes Netz geknüpft hat, der kann auch viel für die Gemeinschaft tun.
Im Jahr 1950 trafen sich sieben Münchner, um ein großes Netz zu knüpfen. Sie gründeten den gemeinnützigen Verein „Die Isarfischer". Ihr Ziel war es den Fischbestand zu hegen und zu pflegen und Maßnahmen zu ergreifen zum Schutz und zur Reinhaltung der Gewässer (§ 2 der Vereinssatzung). Die sieben Gründungsmitglieder des Vereins knüpften gemeinsam - Knoten für Knoten - weiter an ihrem Netzwerk.
Die Isarfischer pachteten zahlreiche fließende und stille Gewässer, darunter natürlich die Stadt-Isar, die sich von der Stadtgrenze bei der Großhesseloher Brücke bis zum Stauwehr nach Oberföhring erstreckt. Dort können sich die gestressten Großstädter in der Natur und beim Angeln erholen.
Eine Jugendgruppe wurde gegründet und die jungen lernten von den alten Fischern, wie man künstliche Fliegen aus Federn bindet, Angelknoten knüpft und zwei getrennte Schnüre miteinander sicher verbindet.
Zehn Jahre nach der Gründung wurde bereits das 500. Mitglied im Verein begrüßt. Mittlerweile gehören dem Verein über 1000 Mitglieder an und die Isarfischer haben einiges erreicht:
Die Mitglieder des Vereins werden regelmäßig bei den Monatsversammlungen mit Fachvorträgen informiert. Hier erfahren die Mitglieder von Fischereibiologen und Gewässerspezialisten, welchen Einfluss die Renaturierung der Isar auf die Fischwelt hat und wie durch Kiesaufschüttungen neue Laichplätze für Forellen geschaffen werden können. Neben der theoretischen Ausbildung können die Mitglieder auch besondere praktische Fertigkeiten im Verein erlernen, wie zum Beispiel das Fliegenwerfen oder das Fischen mit der Hegene (besondere Angelmethode für Renken). Sowohl die Fachvorträge wie auch das praktische Lernen machen den Verein „Die Isarfischer" besonders attraktiv und fördern die aktive Vernetzung der Mitglieder.
Der Verein „Die Isarfischer" e. V. setzt sich nicht nur für das Angeln ein, sondern engagiert sich aktiv für die Aufzucht von gefährdeten Fischarten und für den Schutz der Natur. Damit leistet der gemeinnützige Verein einen wichtigen Beitrag für die Gemeinschaft.
Die Isarfischer nutzen die Bäche im Englischen Garten, um bedrohte Fischarten aufzuzüchten. So werden beispielsweise im Eisbach Nasen (karpfenartiger Fisch) gezüchtet, die vom Aussterben bedroht sind. Der Vorstand des Vereins hat beschlossen, die Nasen in der Isar ganzjährig zu schonen. Die Nasen dürfen deswegen von den Mitgliedern des Vereins nicht mehr gefangen werden.
Zu den großen Aufgaben der Isarfischer gehört jedes Jahr auch das „Rama Dama". Der Begriff „Rama Dama" stammt noch aus der Nachkriegszeit, wo es darum ging, die Trümmer der zusammengestürzten Häuser wegzuräumen. Beim „Rama Dama" sind alle Mitglieder des Vereins verpflichtet, einen Tag an der Isar aufzuräumen und in den Isarauen Müll und Abfälle einzusammeln, die Andere liegen gelassen haben. Bis zu tausend Mitglieder sammeln dann mit ihren Arbeitshandschuhen Tüten, Grillroste und anderen Müll auf.
Die große Aufräumaktion hat weitere Umweltschützer motiviert, mit zu machen. Mittlerweile beteiligen sich regelmäßig auch Schulklassen und Pfadfinder daran, den Müll in den Isarauen einzusammeln und sie alle leisten damit einen wichtigen Beitrag für den Umweltschutz.
Dieses Jahr findet das Rama-Dama am 25. Oktober 2008 um 8 Uhr statt und wer Interesse hat, kann sich bei mir melden. Nach dem Rama-Dama-Einsatz gibt es traditionell für alle eine kostenfreie Brotzeit an der Floßlände.
Kontakt
Dominikus Zohner
Hornstr. 14
80797 München
Tel. (0 89) 360 554 50
E-Mail:
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www.dominikus-zohner.de
www.isarfischer.de
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