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Mai 12 2008
Hinweise zur Evaluation Drucken E-Mail
Geschrieben von Olivier Inhelder   
Montag, 12. Mai 2008

beratungspool

Der 49. Newsletter des "Beratungspool - das Beratungsportal" aus der Schweiz gab im Mai 2008 einen aktuellen Überblick zum Thema Evaluation. Hier nur ein Ausschnitt.

1.  Editorial

"Evaluation. - Das Unwichtigste lässt sich am genauesten messen.- Aber wie stellt man fest, was wichtig ist? - Es ist das, was übrig bleibt, wenn alles gemessen wurde.»
Prof. Dr. phil. habil. Rainer Kohlmayer

Die Deutsche Gesellschaft für Evaluation (DeGEval) schreibt in ihrer Broschüre: «Evaluation ist die systematische Untersuchung des Nutzens oder Wertes eines Gegenstandes. Solche Evaluationsgegenstände können z.B. Programme, Projekte, Produkte, Massnahmen, Leistungen, Organisationen, Politik, Technologien oder Forschung sein. Die erzielten Ergebnisse, Schlussfolgerungen oder Empfehlungen müssen nachvollziehbar auf empirisch gewonnenen qualitativen und/oder quantitativen Daten beruhen.»

In der Regel werden nicht Personen, sondern eben Massnahmen, Programme etc. evaluiert. Dies geschieht entweder durch eine Selbstevaluation, bei der die praxisgestaltenden Akteure identisch sind mit den evaluierenden Akteuren, oder durch eine Fremdevaluation, bei der unabhängige Evaluatorinnen und Evaluatoren «von aussen» systematisch Daten sammeln und bewerten.

Standardverfahren zur Datenerfassung sind Befragung, Beobachtung, Test, Fragebogen und Materialanalyse.

Eine Evaluation stellt systematisch gewonnene Daten zur Verfügung. Die Auswertung der Daten dient der Planungs- und der Entscheidungshilfe. Die Bewertung erfolgt durch den Vergleich der ermittelten Ist-Werte mit vorher explizit festgelegten und begründeten Soll-Werten anhand nachvollziehbar festgelegter Indikatoren.

Eine Evaluation ist immer ziel- und zweckorientiert. Sie dient der Optimierung von Massnahmen, Programmen etc., unterstützt und legitimiert Entscheidungen, indem sie die Effizienz von Massnahmen nachweist.

Daten ziel- und planlos zu sammeln, ja ganze Datenfriedhöfe zu produzieren, ist ein Übel, dass ich immer wieder beobachte. Man weiss dann Bescheid, wie Dies und Das ist - ohne aber die Daten in einem kooperativen Prozess auszuwerten und daraus folgernd Veränderungen zu beschliessen, umzusetzen und diese dann erneut zu überprüfen. Der Evaluationskreislauf wird nicht geschlossen. Die Folge davon - Widerstand gegen Evaluationen, denn: Wenn Evaluationen nichts bewirken, dann erleben die Beteiligten den ansehnlichen Aufwand, welcher mit einer Evaluation verbunden ist, als Zeit- und Geldverschwendung. Überdies steigt die Frustration an, da die Durchführung einer Evaluation die Erwartung weckt, dass sich nachher etwas «zum Positiven» verändert.

Wer also nicht aus tiefster Überzeugung evaluiert und bereit ist, die Evaluationsergebnisse für Optimierungen zu nutzen, tut gut daran, ganz auf Evaluationen zu verzichten.

Und wer evaluiert, dem sei empfohlen, dies mit der nötigen Umsicht und Professionalität zu tun. Eine wirksame Evaluation zu planen und durchzuführen, bedingt entsprechendes Know-how, Fingerspitzengefühl und einige Erfahrung in diesem Bereich.

Im 49. Newsletter des Beratungspools sowie im gleichnamigen Dossier auf der Website des Beratungspools wird das Thema «Evaluation» mit seinen vielfältigen Aspekten näher beleuchtet.

2.  Wie eine Evaluation verläuft - EINE Möglichkeit von vielen

Ablauf einer typischen Evaluation im Schulbereich, am Beispiel der Interkulturellen Fachstelle für externe Schulevaluation auf der Sekundarstufe II (IFES):

Rahmenbedingungen

Die Rahmenbedingungen der Evaluation (Evaluationsauftrag, Mitglieder des Evaluationsteams, Zeitplan, Datenfluss, Vertraulichkeit, Finanzielles) werden im Vorfeld zwischen dem Kanton, der Schule und der mit der Evaluation betrauten Fachstelle schriftlich vereinbart.

Themen der Evaluation

Hauptgegenstand der Evaluation ist in der Regel das Qualitätsmanagement der Schule. Darunter wird die Fähigkeit der Schule verstanden, die eigene Schul- und Unterrichtsqualität zu überprüfen und weiter zu entwickeln. Die Schule kann zusätzlich ein oder zwei Themen vorschlagen, zu denen sie ein Feedback von aussen einholen möchte: z.B. «Zusammenarbeit innerhalb der Fachschaften», «Methodenvielfalt» ...

Evaluationsteam

Ein Evaluationsteam besteht aus zwei qualifizierten Evaluationsfachleuten aus dem Pool der IFES und zwei so genannten Peers. Die Peers sind Mitglieder von Schulleitungen oder Qualitätsgruppen anderer Schulen. Die personelle Zusammensetzung des Evaluationsteams wird mit der Schule einvernehmlich abgesprochen.

Evaluation vor Ort

Das Evaluationsteam hält sich während 2-3 Tagen an der Schule auf. Es führt genau geplante Befragungen und Interviews mit möglichst vielen Akteurinnen und Akteuren durch (Lehrpersonen, Lernende, Schulleitung, Schulaufsicht, Administration und Technische Dienste usw.). Die Mitglieder analysieren auch schriftliche Unterlagen der Schule und sind offen für informelle Eindrücke und Beobachtungen. Das Evaluationsteam macht ohne ausdrücklichen Wunsch der Schule keine Unterrichtsbesuche.

Berichterstattung

Die Berichterstattung bezieht sich auf die Institution. Sie äussert sich nicht zu Einzelpersonen. Nach dem Evaluationsbesuch erfolgt eine mündliche Berichterstattung, an der die wichtigsten Evaluationsergebnisse vorgestellt werden. Ein schriftlicher Evaluationsbericht fasst die Ergebnisse zusammen und gibt Empfehlungen zur weiteren Entwicklung der Schule. Der Evaluationsbericht der IFES gilt für die Schule als Qualitätsnachweis. Es steht der Schule frei, ihn zu veröffentlichen.

3.  Fachbeiträge

Deutsche Gesellschaft für Evaluation (DeGEval)
Standards für Evaluation

Als Begleitmaterial zu den «Standards für Evaluation» gibt die DeGEval eine umfangreiche Broschüre heraus. Diese enthält u.a. Erläuterungen zu allen 25 Einzelstandards, Planungshilfen, eine herausnehmbare Checkliste und Literaturnachweise. Die Broschüre ist als praktische Hilfe bei Beauftragung, Planung und Bewertung von Evaluationen konzipiert. Die Standards wie auch die Begleitbroschüre stehen auf der Website der DeGEval zum Download bereit.

Schweizerische Evaluationsgesellschaft (SEVAL)
Evaluations-Standards

Die Evaluations-Standards der SEVAL verfolgen das Ziel, einen Beitrag zur Professionalisierung der Evaluation in der Schweiz zu leisten. Sie definieren die Qualitätsanforderungen, die an Evaluationen gestellt werden. Bei der Formulierung der SEVAL-Standards wurde speziell darauf geachtet, dass sie sich (mit Ausnahme der Personalevaluation) für Evaluationen aller Art eignen. Die Standards richten sich an alle Personen, die an Evaluationen beteiligt sind oder diese beeinflussen, namentlich an Evaluatorinnen und Evaluatoren, Auftraggeberinnen und Auftraggeber, sowie an weitere Personen, welche die Beachtung der SEVAL-Standards unterstützen können. Die Evaluations-Standards der SEVAL können Sie als PDF herunterladen.

Christine Schwarz
Evaluation als modernes Ritual

«Wieso muss jetzt eigentlich immer alles evaluiert werden?» so lautet die Frage, welche die Autorin zu ihrer Doktorarbeit bewog. Aus ihrer Sicht ist die Antwort darauf eigentlich ganz einfach: Evaluation fungiert heute als modernes Ritual inmitten einer durch und durch ambivalenten Rationalisierung. Das Vortrags-Manuskript von Christine Schwarz über ihre Doktorarbeit steht als PDF zum Download bereit.

Harro Dietrich Kähler
Barrieren der Selbstevaluation - und wie man sie umgehen, überwinden oder schleifen kann

Es gibt viele Argumente für Selbstevaluationen. Es gibt gut eingeführte und anregende Handreichungen für die Durchführung von Selbstevaluation. Trotzdem ist ungewiss, ob Selbstevaluationen tatsächlich ein Routineteil methodischen Arbeitens geworden sind oder doch eher im Zusammenhang mit Qualitätssicherung nur sporadisch eingesetzt werden. Viele Anzeichen sprechen dafür, dass es nicht unerhebliche Barrieren für Selbstevaluation gibt. Der Autor zeigt mögliche Barrieren auf und macht Vorschläge, wie sich derartige Barrieren umgehen, überwinden oder schleifen lassen. Den Beitrag von Harro Dietrich Kähler können Sie online lesen.

Romi Staub
Praxiserfahrungen einer Anwenderin: Qualität und Erfolg von Coachings sichtbar machen

Jetzt können mit relativ einfachen Mitteln auch so genannt weiche Massnahmen  auf ihren Erfolg hin gemessen werden. Weil wir dabei die Aufmerksamkeit auf das Gelernte und auf das Umgesetzte richten, wird der Lerneffekt gestärkt und damit der Nutzen, wie Klienten einhellig berichten. Zudem fühlen sie sich wertgeschätzt, was sie wiederum zusätzlich motiviert, dran zu bleiben.

Lange Zeit standen wir vor dem Problem, in geeigneter Weise Klienten und Auftraggebenden den (Lern-)Erfolg von Coaching, Supervision und Teamentwicklung sichtbar machen zu können. Die Autorin suchte nach einer Methode, die den Lerneffekt bewusst werden lässt und damit verstärkt. Seit 2006 ist die Evaluation durch einen unabhängigen Anbieter für sie ein wichtiger Teil bei umfangreichen Aufträgen (zum Beispiel Führungscoachings, Teamentwicklungsprozesse, Supervision oder Weiterbildungen). Der Beitrag von Romi Staub ist in «BSO-Journal 1/2006» erschienen. Er steht Ihnen als PDF zur Verfügung.

Felix Hirschburger
Die Formel zum ressourcenvollen Messen von Beratung:
Evaluation = Messen x Coaching2

Fällt es Ihnen schwer, den wirklichen Erfolg Ihrer Arbeit zu messen? Denken Sie, dass dies schlicht unmöglich ist, weil es sich um weiche Veränderungen handelt? Die angemessene Qualitätssicherung ist nicht nur ein entscheidendes Marketinginstrument in einem stetig wachsenden Markt, sondern lässt Sie und Ihre Klienten weiterlernen.

Eine Weiterbildung, ein Coaching oder eine Beratung kann immer nur ein Anstoss sein. Die Wirkung der Massnahme zeigt sich allein in der Praxis, im ganz normalen Arbeitsalltag Ihrer Klienten. Beispielsweise könnte man mit den Fragebögen, die nach einem Kurs ausgefüllt werden, ganze Seminarräume tapezieren. Doch kaum jemand richtet den Fokus der Evaluation auf den Alltag. Ist das nicht sonderbar? Darum geht es doch!

Aus der Sicht des Autors sollte sich die Evaluation auch nicht nur auf das Messen des Erfolgs beschränken, sondern diesen auch nachhaltig unterstützen. Einsteins Formel e=mc2 hilft uns dabei: Evaluation = Messen x Coaching2. Der Beitrag von Felix Hirschburger ist in «BSO-Journal 1/2006» erschienen. Er steht Ihnen als PDF zur Verfügung.

Bernhard Babic
Qualitative Evaluation zur Unterstützung der Schulentwicklung. Einzelfalldarstellung am Beispiel einer Gesamtschule.

Am Beispiel der Evaluation von Umstrukturierungen an einer Ganztagesgesamtschule werden die besonderen Möglichkeiten einer qualitativen Vorgehensweise veranschaulicht. Die differenzierten Ergebnisse verdeutlichen, dass es ausschliesslich vom Evaluationsgegenstand und den jeweiligen Gegebenheiten abhängt, ob einer qualitativen oder einer quantitativen Vorgehensweise Vorrang zu gewähren ist. Die Einzelfalldarstellung kann als PDF heruntergeladen werden.

SEVAL
SEVAL-Bulletin

Das Bulletin der Schweizerische Evaluationsgesellschaft (SEVAL) informiert die Mitglieder 2- bis 3-mal jährlich über die laufenden Tätigkeiten der SEVAL. Es enthält unter anderem kurze Diskussionsbeiträge zu unterschiedlichen Themen der Evaluationspraxis, die Protokolle der jährlichen Generalversammlung, Berichte über die Tagungen der SEVAL sowie Veranstaltungshinweise für das In- und Ausland. Das Bulletin steht allen Mitgliedern als Informations- und Diskussionsforum offen. Die Bulletins ab Juni 1996 können Sie als PDF herunterladen.

4.  Buchtipps

Drei empfehlenswerte Bücher und eine Zeitschrift zum Schwerpunktthema möchten wir Ihnen hier näher vorstellen.

Donald L. Kirkpatrick: "Die Evaluation von Trainingsprogrammen. Die vier Stufen", Berrett-Koehler Publishers, Inc. 1998 (ISBN: 1576750426; 289 Seiten, der Titel ist nur noch antiquarisch erhältlich: ab EUR 22.-; Bestellung online)

Donald L. Kirkpatrick präsentiert ein System zur Evaluation der Effektivität von Trainingsprogrammen. Das System bewertet vier Arten von Informationen: die Reaktionen der Teilnehmer, ihren Lernerfolg, Änderungen in ihrem Verhalten und die Endergebnisse für das Unternehmen (z. B. Produktions- und Qualitätssteigerungen, geringere Kosten oder höhere Gewinne). Dieses solide, gut aufgebaute Evaluationssystem beinhaltet Richtlinien, Musterfragebögen, Grafiken und Schemata sowie Fallstudien von Unternehmen, die dieses System einsetzen. Da es jedoch ziemlich trocken und technisch geschrieben ist, wird dieses Buch in erster Linie für diejenigen von Interesse sein, die Trainingsprogramme durchführen. Die Zusammenfassungen der ersten Kapitel, die das Evaluationssystem beinhalten, können Managern und leitenden Angestellten eine Vorstellung dieses Systems und der damit verbundenen Forschung vermitteln. Das englischsprachige Buch ist ein Grundlagenwerk in Sachen Evaluation von Weiterbildungsmassnahmen.

Rezension: getAbstract

Jack J. Phillips und Frank C. Schirmer: "Return on Investment in der Personalentwicklung. Der 5-Stufen-Evaluationsprozess", Springer-Verlag 2005, ISBN: 3540221409; 247 Seiten, EUR 49.95/CHF 83.90; Bestellung online)

Das Buch will eine häufig gestellte Frage beantworten: Welchen (monetären) Nutzen haben Massnahmen der Personalentwicklung eigentlich? Wie ist ihr Return on Investment? Das Buch gibt einen guten Einblick in die Problematik und die Methodik der finanziellen Bewertung von Personalentwicklungsmassnahmen. Ein Schwachpunkt ist, dass viele Daten in der Praxis auf Schätzungen beruhen und so Fragen zur Gültigkeit der ROI-Berechnung offen bleiben. Häufigere Hinweise auf externe Berater und Zertifizierungskurse geben dem Buch auch den Beigeschmack einer ausgedehnten Werbebroschüre für die Beratungsunternehmen der Autoren.

Trotzdem: getAbstract.com empfiehlt das Buch allen Personalverantwortlichen, die künftig besser in der Lage sein wollen, den Nutzen ihrer Personalentwicklungsmassnahmen zu demonstrieren, sowie Managern, die sich für Fragen der finanziellen Verantwortlichkeit im Bereich der Personalentwicklung interessieren.

Rezension: getAbstract

Reinhard Stockmann (Hrsg.): "Handbuch zur Evaluation. Eine praktische Handlungsanleitung" Waxmann Verlag 2007; 367 Seiten, ISBN 383091766X. EUR 29.90/CHF 50.90; Bestellung online)

Ziel dieses Buches ist es, kompakt und nutzerfreundlich Grundkenntnisse für Planung, Durchführung und Anwendung von Evaluationen zu vermitteln. Hierfür greift es auf die inhaltlichen Konzepte und Unterlagen zahlreicher Kurse zur Evaluation im In- und Ausland zurück.

Das Buch richtet sich an Interessierte, die erst über wenige Kenntnisse im Bereich der Evaluation verfügen und sich weiterbilden möchten. Es dient sowohl Personen, die Evaluationen selbst durchführen als auch Entscheidungsträgern, die Evaluationen in Auftrag geben, aber auch denjenigen, die evaluiert werden. Alle Beteiligten an einer Evaluation sollten wissen, welche Charakteristika und Standards eine professionell und kompetent durchgeführte Evaluation auszeichnen.

Die Zeitschrift für Evaluation (ZfEv)

Die Zeitschrift für Evaluation (ZfEv) publiziert sowohl wissenschaftliche Beiträge als auch praxisorientierte Erfahrungsberichte zu

  • theoretischen Grundlagen von Evaluationsstudien,
  • methodischen Konzeptionen für Evaluationen,
  • Anwendungsbeispielen zur Planung und Durchführung von Evaluationen,
  • Präsentationen von Evaluationsinstitutionen und -angeboten,
  • Möglichkeiten und Grenzen der Nutzung von Evaluationsergebnissen,
  • aktuellen Informationen über verschiedene Themenfelder,
  • Entwicklungen zur Qualitätssicherung von Evaluationen.

5.  Linktipps

SEVAL - Schweizerische Evaluationsgesellschaft
http://www.seval.ch

Die SEVAL fördert den Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen Politik, Verwaltung, Universität und Beratung im Bereich Evaluation. Sie setzt sich aktiv für die Förderung der Qualität von Evaluationen und deren Verbreitung ein. Die rund 380 Mitglieder sind in unterschiedlichen Funktionen in der Evaluation tätig: Sie führen Evaluationen durch, geben sie in Auftrag, sind in der Ausbildung tätig oder beraten Auftraggeber im Bereich Evaluation.

Der regelmässig aktualisierte Webauftritt der SEVAL informiert Sie über die laufenden SEVAL-Aktivitäten, wie Arbeitsgruppen, Kongresse und Publikationen, und bietet Ihnen mit der Datenbank EvaluatorInnen und dem Marktplatz zwei Foren zur verstärkten Vernetzung im Bereich Evaluation an.

DeGEval - Deutsche Gesellschaft für Evaluation e.V. http://www.degeval.de

Die DeGEval - DeutscheGesellschaft für Evaluation e.V. wurde 1997 gegründet. Sie ist ein Zusammenschluss von Personen und Institutionen, die im Bereich der Evaluation tätig sind. Sie verfolgt

  • die Professionalisierung von Evaluation,
  • die Zusammenführung unterschiedlicher Perspektiven der Evaluation sowie
  • Information und Austausch über Evaluation.

Vorstand und themenspezifische Arbeitskreise verfolgen diese Ziele durch die Erarbeitung von Empfehlungen und Leitlinien, Veranstaltungen und Veröffentlichungen.

IFES - Interkantonale Fachstelle für externe Schulevaluation auf der Sekundarstufe II
http://www.ifes.ch

Die IFES führt externe Evaluationen für Berufs-, Mittel- und Privatschulen durch. IFES-Evaluationen pflegen einen wertschätzenden, unterstützenden Ansatz. Sie würdigen den Kontext der Schule, geben klare Rückmeldungen und machen nützliche Entwicklungsvorschläge. Oberstes Ziel ist der Nutzen für die Schule:

  • als Unterstützung in der Entwicklung der Schul- und Unterrichtsqualität durch eine fundierte Sichtweise von aussen,
  • als Qualitätsnachweis nach innen und aussen. 

Das Netzwerk Evaluation in der Bundesverwaltung http://www.bj.admin.ch

Das Netzwerk ist eine Initiative von und für Personen der Bundesverwaltung, die an Evaluationsfragen interessiert sind. Es dient als Forum für den Erfahrungs- und Informationsaustausch unter Evaluatorinnen und Evaluatoren, Auftraggebenden und Nutzenden. Es arbeitet ohne bürokratische Strukturen. Das Netzwerk ist offen für Personen aus allen Stufen des Managements und der Führung in den Ämtern, den Departementen, dem Parlament und der Eidg. Finanzkontrolle. Es möchte dazu beitragen, die vorhandene Vielfalt an Erfahrungen und Kenntnissen im Evaluationsbereich optimal zu nutzen und die Evaluationskultur im Bund zu erhalten und zu fördern. Auf der Website des Netzwerks können Vorträge der Veranstaltungen als PDF heruntergeladen werden.

Diskussionsforum zu Evaluation
https://lists.uni-koeln.de

Die Mailing-Liste forum-evaluation fördert den deutschsprachigen Informationsaustausch unter den in diesem Feld Interessierten und Tätigen durch:

a.    die Diskussion von theoretischen, methodologischen, methodischen, rechtlichen und evaluationspraktischen Fragen sowie die Erörterung der Funktion der Evaluation in Politik, Gesellschaft und Kultur sowie evaluationsethischer Themen;

b.    die Bekanntmachung von Tagungshinweisen, Publikationen, Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Stellenanzeigen etc. An der Diskussion in dieser Liste nehmen ca. 600 Evaluationsinteressierte aus der Schweiz, aus Deutschland, Österreich und anderen Ländern teil. 

Die Teilnahme an der Mailingliste ist kostenlos.

Weiterbildungsprogramm Evaluation
http://www.kwb.unibe.ch

Die Universität Bern bietet drei Weiterbildungen in Evaluation mit universitären Abschlüssen an:

  • Certificate of Advanced Studies in School Evaluation (CAS ScEv Unibe)
  • Diploma of Advanced Studies in Evaluation (DAS Ev Unibe)
  • Master of Advanced Studies in Evaluation Universität Bern (MAS Ev Unibe)

6.   Praxishilfen

Materialien zur Qualitätssicherung in der Jugendhilfe Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hat eine Reihe Qs-Hefte zu verschiedenen Themen der Qualitätssicherung herausgegeben. Da Evaluation und Qualitätssicherung eng miteinander verknüpft sind, gehen diverse Hefte auch auf die Evaluationspraxis ein. Obwohl sich die Inhalte auf die Jugendhilfe beziehen, lassen sie sich einfach auf andere Anwendungsfelder übertragen.

Die gesamte Reihe der «Materialien zur Qualitätssicherung in der Jugendhilfe» steht auf der Website von univation zum Download zur Verfügung. Alle Dokumente liegen im PDF-Format vor. Die Dateigrösse variiert zwischen 0,6 MB und 1,8 MB. 

Checklisten

Die Universität Bern stellt verschiedene, nützliche Checklisten für die Evaluationspraxis zur Verfügung:

  • Checkliste zur Aushandlung einer Evaluationsvereinbarung
  • Checkliste für Evaluationsverträge
  • Checkliste Evaluationsplan
  • Checkliste Feedback-Workshops
  • Key Evaluation Checklist
  • Checkliste zur nutzungsfokussierten Evaluation

Die Checklisten können Sie als PDF herunterladen.

Evaluationsinstrumente für Schulen (EiS)

Die Webseite «EiS - Evaluationsinstrumente für Schulen» ist ein Serviceportal des Landesinstituts für Schulentwicklung Baden-Württemberg zur Unterstützung der Schulen bei der Selbstevaluation. Hier finden Lehrkräfte allgemein bildender, aber auch beruflicher Schulen eine umfangreiche Sammlung an Instrumenten und Verfahren zur Selbstevaluation.

Die angebotenen Instrumente und Verfahren dienen als Anregung und Modell, sie müssen meist den Gegebenheiten der Schule in Fragestellung und Sprache angepasst werden. Alle Instrumente lassen sich als Microsoft Word-Dateien herunterladen und frei verändern:

  • Instrumente nach Qualitätsbereichen
  • Basisinstrument und Überblicksevaluationen: Basisinstrumente und Screeningverfahren
  • Vielseitig einsetzbare Instrumente: Instrumente für unterschiedliche Bereiche
  • Moderierte Verfahren zur Qualitätsentwicklung
  • Vorlagen und Auswertungstools
  • Praxisbeispiele zur Selbstevaluation an Schulen
  • Instrumente zum «Kooperativen Lernen»
  • Instrumente zum Projekt «Kooperatives Lernen»
  • Weiterführende Informationen
  • Glossar, FAQ, Literatur, Links, Kontakt

Das Dosier "Evaluation" sowie zahlreiche weitere Dosiers sind auf dem Portal des Beratungspools zu finden:

http://beratungspool.ch/dossiers

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Und hier noch die Kurzinfo zum

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Für Beraterinnen und Berater besteht die Möglichkeit, sich kostengünstig in der Beratungsdienstleister- Datenbank einzutragen. Tagungen, Netzwerktreffen und Seminare für Beratungspersonen bieten Weiterbildung und Networkinggelegenheiten.

Über den Herausgeber: Olivier Inhelder, Organisationsberater & Coach BSO, unterstützt KMU, Schulen, Institutionen und die in ihnen tätigen Menschen in ihrer Entwicklung. Neben der Beratung gehören auch die Durchführung von Trainings und die Leitung von Projekten zu seinem Tätigkeitsbereich. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit bildet die Einführung von Kollegialer Beratung.

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