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Dez 15 2007
Woran hängt's? Drucken E-Mail
Geschrieben von Raban Daniel Fuhrmann   
Samstag, 15. Dezember 2007

procedere-logoWir von Procedere erörterten den Durchbruch von kooperativen Verfahren in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bei einer Reflexions- und Strategietagung in der evangelischen Akademie Loccum(bei Hannover) von Mittwoch 6. bis Freitag 8. Februar 2008.  Anbei Hinweise zu den Vorträgen und Berichten.

Was

Kooperative Verfahren machen den Unterschied! Sie machen Betroffene zu engagierten Akteuren.

Ein breiter, sozialer Innovationsschub ist in vielen gesellschaftlichen Feldern zu beobachten:

  • Im Politischen sind es neue Formen des bürgerschaftlichen Engagements, der Bürgerbeteiligung und der öffentlich-privaten Kooperation (PPP) bishin zu Elementen direkter Demokratie.
  • Im Unternehmerischen und in Organisationen sind systemische Ansätze der Organisations- und Personalentwicklung, insbesondere in Konzepten der hole-system-facilitation und Großgruppeninterventionstechniken und im kooperativen Change Management auf dem Vormarsch.
  • Im Rechtlichen weiten sich alternative Konfliktlösungsansätze wie Mediation, Schlichtung bis hin zu multiple-door-courthouse Versuchen aus.
  • Im Pädagogischen finden partizipative Konzepte in Kindergärten, Schulen, Hochschulen, Berufsaus- und -fortbildungen wie auch in der politischen Erwachsenenbildung zunehmend Anwendung.
  • Im Kirchlichen spielt sich in der emerging-church Bewegung eine prozedurale Revolution ab.

Die Neuerungen sind enorm, doch der Durchbruch in der Fläche lässt auf sich warten. Woran hängt es also, dass kooperative Methoden und Verfahren nicht eine breitere Verwendung finden? Was braucht es? Was kann jeder für sich und als Teil seines Netzwerkes von Beratern, Forschern, Moderatoren und Entscheidern tun, damit aus vereinzelten, noch skeptisch beäugten Leuchttürmen alltägliche und etablierte Landschaften werden? Wie geht es? Der Fokus dieser Tagung liegt auf dem fach- und branchenübergreifenden strategischen Diskurs von Praktikern und Wissenschaftlern. Wir werden gemeinsam an Strategien zur Besseren Vermittlung und Verbreitung der Verfahren arbeiten. Wozu? Der Ertrag für die eigene Arbeit besteht zum einen in Erkenntnissen, wie die kooperativen Tools besser kommuniziert und etabliert werden können, zum andern in der Herstellung von wertvollen Kontakten in den verschiedenen Anwendungswelten und über deren Grenzen hinaus.

Wer

Zielgruppe 

Eine Tagung für Praktiker und Theoretiker, Entscheider und Berater...

Veranstalter 

Procedere versteht sich als transdisziplinärer, anwendungsorientierter Verbund für Forschung und Entwicklung, Anwendung und Vermittlung, Förderung und Werbung prozeduralen Denkens und Handelns in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Bei Procedere kooperieren Menschen und institutionen aus Wissenschaft und Praxis, die die soziale Verfahrensdimension an sich (unabhängig vom Anwendungsbereich) differenziert betrachten und zu deren besseren Einsatz beitragen wollen. Angesprochen sind sowohl reflektierende Praktiker als auch anwendungsorientierte Wissenschaftler, die sich dieser Zielsetzung als Ganzes verpflichtet sehen und die ihr prozedurales Gespür und Know-how in ihrem jeweiligen Wirkungskreis wie auch übergreifend und gemeinsam voranbringen möchten. Dies gilt im lokalen, regionalen wie im globalen Maßstab.  

Wie

Der Fokus dieser Tagung lag auf dem fach- und branchenübergreifenden strategischen Diskurs von Praktikern mit Wissenschaftlern. Angeregt durch über 20 Anstoßgeber konnten die Teilnehmer nach Gründen, besonders aber nach Strategien und Hebeln suchen, wie sie in ihrem Bereich den Durchbruch schaffen werden.

Programm

Mittwoch, den 06.02.2008

17:00 Uhr Ankommen: Begrüßung, Einführung

17:30 Uhr Vision: Wozu das Ganze?  Strategischer Anstoß durch  Prof. Dr. Peter Kruse (geschäftsführender Gesellschafter Nextpractice Gmbh und Universität Bremen)

18:30 Uhr VitaminBCafé mit Abendessen

Donnerstag, den 07.02.2008

9:15 Uhr Morgenplenum

9:30 Uhr Stand: Wie steht's? Erfahrungsberichte und Forschungs- ergebnisse  

  • Prof. Dr. Susanne Weber (Hochschule Fulda)  
  • Prof. Dr. Thomas Olk (Universität Halle-Wittenberg) 
  • Dr. Andreas Osner (Bertelsmann Stiftung, Gütersloh) 
  • Dr. Adrian Reinert (VHS, Bonn)
  • Dr. Holger Nauheimer (Change Facilitation, Berlin / Bratislava)

11:30 Uhr Ansatz: Was braucht's? Skizze einer Metatheorie kooperativer Verfahren  

  • Raban Daniel Fuhrmann (Zeppelin University, Friedrichshafen und ReformAgentur, Konstanz)

12:30 Uhr Mittagessen

14:00 Uhr Lösungen: Wie geht's? Gründe und Ansatzpunkte zur Stärkung kooperativer Verfahren (in parallelen Arbeitsgruppen)

  • Bürgerbeteiligung: Dr. Hans-Liudger Dienel (Technische Universität Berlin und Nexus Institut GmbH) 
  • Direkte Demokratie: Dr. Volker Mittendorf (Universität Marburg und Initiative und Referendum Institute Europe, Brüssel)  
  • Kirchengemeinden: Oliver Schippers (Institut für natürliche Gemeindenentwicklung Deutschland, Giessen)  
  • Mediation: Dr. Markus Troja (Mediator GmbH, Oldenburg) und Dr. Ulla Gläßer (Europauniversität Viadrina, Frankfurt / Oder)

16:00 Uhr Kaffeepause

16:30 Uhr Lösungen: Wie geht's? (zweite Runde in parallelen Arbeitsgruppen)  

  • Parteien: Klaus Tovar (SPD-Führungsakademie, Berlin)  
  • Stadtentwicklung: Prof. Klaus Wermker (Büro Stadtentwicklung, Essen)
  • Unternehmen: Gerhard Jantzen (Implus Trainings AG, Widnau/St. Gallen)
  • Schulen: Birger Hartnuss (Staatskanzlei Rheinland-Pfalz, Mainz) und Thomas Kegel (Akademie für Ehrenamtlichkeit, Berlin)

18:30 Uhr Abendessen

21:00 Uhr Gezeigt: So steht‘s! transform Unternehmenstheater spielt ihre Vorstellung - Playbacktheater

Freitag, 08.02.2008

8:30 Uhr Frühstück

9:15 Uhr Morgenplenum

9:30 Uhr Marktplatz: Was kam raus? Berichte aus den Arbeitsgruppen des Vortags

10:15 Uhr Ausblick: Interpretationen, Perspektiven, Empfehlungen (Fishbowl)  

  • Prof. Olaf-Axel Burow (Universität Kassel) 
  • Robert schneider (CEO Brugg AG, Aargau)  
  • Dr. Hans-Jürgen Schimke (Bürgermeister der Gemeinde Laer)

11:45 Uhr Synthese: Was tun?

12:15 Uhr Ausklang: Das war's - das kommt! Fazit und Adieu

12:30 Uhr Mittagessen

14:30 Uhr Abreise  

Gesamtmoderation: Oliver Kuklinski www.plankom.net  

Organisatorisches

Die Tagungsgebühr für Übernachtung, Verpflegung und Programm betrug 200,- € und ging mti den Anmeldungen gehen an die
Evangelische Akademie Loccum
Postfach 2158
D-31545 Rehburg-Loccum
Tel. 05766 / 81-0
Fax 05766 / 81-900
www.loccum.de
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Weitere Informationen zur Ausschreibung, den Referenten und ihren Vortragen sowie den Bericht der Veranstalter finden sie auf www.procedere.org

Kontakt

Raban Daniel Fuhrmann
ReformAgentur
Wetzsteinstr. 12
78465 Konstanz-Dettingen
Tel.:  07533/936 673
Mobil: 0179/4688 456
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www.reformagentur.de
 

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