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"Politik und Kultur im Raum" ein Kolleginnen- und Kollegenkreis systemisch Beratender, nutzte die Methode der Aufstellung, um am 23. Mai 2007 in Freimann herauszufinden, was für und gegen Auslandseinsätze spricht? Der Bericht ist inzwischen im Anhang.
WAS
Laut Außenminister Steinmeier hat die EU in den letzten sieben Jahren 16 erfolgreiche Auslandseinsätze auf drei Kontinenten absolviert. Der Minister ruft daher zu einem Ausbau der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) auf. Gleichzeitig hat die Deutsche Friedensbewegung ihre diesjährigen Ostermärsche vor allem dem Protest gegen Auslandseinsätze gewidmet. Was spricht also für, was gegen Auslandseinsätze?
WER
Teilnehmende:
20 Interessierte
Moderation: Dr. Ruth Sander
WIE
Zur Methode:
Die Nützlichkeit der Aufstellungsmethode wurde ursprünglich von FamilientherapeutInnen entdeckt. Inzwischen wird sie auch in beruflichen Beratungssituationen erfolgreich eingesetzt.
Dabei wird über das jeweilige Thema nicht primär geredet, sondern dieses wird im Raum abgebildet: Anwesende stellen sich als Rollenträger von System-Aspekten zur Verfügung, die Dynamiken im System werden sicht- und erlebbar.
In dieser Veranstaltungsreihe versuchen wir, komplexe Themen aufzugreifen und - für unsere westliche Welt - auf ungewohnte Weise gesamtheitlich und sinnlich erfahrbar zu machen, ohne dabei das Aufdecken endgültiger „Wahrheiten" zu beanspruchen.
Über den Ablauf eines solchen Abends können Sie auch in folgenden Artikeln mehr erfahren:
"Politik im Raum" , "Vision Vollbeschäftigung", "Macht Geiz geil?", "Bedingungsloses Grundeinkommen", "Ein neuerwachtes Nationalgefühl", "Multikulturelle Teams", "Ausländer rein und / oder raus?"und "Kein Krieg in Europa durch die EU?".
Zeit:
Mittwoch, 23.05.2007, 18.30 bis 22 Uhr
Ort:
Mohrvilla Freimann e.V.
Situlistraße 75
80939 München
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Tel. 324 32 64
Fax 32 19 53 54
www.mohr-villa.de
Kontakt:
Dr. Ruth Sander
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Zusammenfassung
Wie immer beginnen wir mit Abfragen im Raum:
Zur Frage: Wer war bei der Bundeswehr, wer nicht, und aus jeweils welchen Gründen? - deklarieren sich leicht über 50% der anwesenden Männer als ehemalige Wehrdiener. Für fast alle war es der einfachere Weg, nur einer deklariert sich als „Überzeugungstäter" und aus einer Offiziersfamilie stammend. Diejenigen, die keinen Wehrdienst geleistet haben, stammen entweder aus weißen Jahrgängen, wurden aus Gesundheitsgründen ausgemustert oder durch einen Systemfehler nie erfasst und einberufen. Von den anwesenden Frauen hatte keine je mit der Bundeswehr zu tun, obwohl eine einmal bei der Bundeswehr-Universität studieren wollte.
Die Frage: Wer im Raum ist für, wer gegen bewaffnete Auslandseinsätze zur Friedenssicherung? - ergibt unter den Männern ein deutliches Übergewicht der Befürworter, während sich die Frauen alle als Gegnerinnen deklarieren bzw. meinen, zu wenig zu wissen, um zu dieser Frage überhaupt Position beziehen zu können.
Von einem angehenden Politikwissenschaftler erhalten wir Infos über die Hauptargumente von Befürwortern und Gegnern:
Die Befürworter argumentieren mit
- (historischer) Verantwortung und
- Sicherheit.
Die Gegner berufen sich auf
- die Gefahr für Menschenleben
- die Kosten und
- Neo-Kolonialismus.
Ein Argument, das beide Seiten verwenden, ist die Humanität, die den Einsatz notwendig mache bzw. wegen der er unterlassen werden sollte.
Mehrere im Raum weisen darauf hin, dass es hinter all diesen offiziellen Argumenten noch geheime Interessen gäbe, zu denen sie Fantasien hätten, sie aber schlecht in Worte fassen könnten.
An diesem Punkt definieren wir die Elemente für die Aufstellung:
- die Befürworter
- die Gegner
- das gemeinsame Ziel: die Friedenssicherung
- der Streitgegenstand: die bewaffneten Auslandseinsätze
- die Betroffenen in den Zielländern:
- die Zivilbevölkerung
- die Bewaffneten
- das Argument, das beide Seiten ins Spiel bringen: die Humanität
- und die mehrmals benannten geheimen Interessen.
Im ersten Bild fühlen sich die Befürworter stark und in guter Position, alle anderen würden um sie kreisen und hätten keinen oder wenig Einfluss.
Die Gegner stehen eher im Abseits und suchen die Nähe der Humanität und der Friedenssicherung.
Die Zivilbevölkerung fühlt sich von den Bewaffneten, die ihr im Rücken stehen, bedroht und sucht die Nähe der bewaffneten Auslandseinsätze, die vom abstrakten Element zu den Soldaten im Auslandseinsatz mutieren. Allerdings findet sie auch in deren Nähe keine gute Position, erklärt den Schutz, den die Soldaten bieten können, als „Tropfen auf den heißen Stein".
Die Bewaffneten hingegen sind von ihrer Sache überzeugt: Sie erklären der Zivilbevölkerung, dass sie ihr nichts Böses wollen, dass es aber einen Eiterherd gäbe, der ausgebrannt werden müsste. Dafür müssten eben auch Opfer gebracht werden. Die Bewaffneten fühlen sich sehr stark und mustern die Soldaten im Auslandseinsatz mit einem spöttischen Lächeln.
Den Soldaten im Auslandseinsatz fällt die Orientierung schwer. Sie sehen ihre Hauptaufgabe im Schutz der Zivilbevölkerung. Wenn sie sich aber der Zivilbevölkerung zuwenden, stehen ihnen die Bewaffneten im Rücken.
Die Friedenssicherung fühlt sich überflüssig, findet keinen guten Platz und wird von den anderen kaum beachtet.
Die Humanität hält sich in der Nähe der Gegner und der Friedenssicherung auf und findet das Gesamtbild recht deprimierend.
Die geheimen Interessen halten sich ganz im Hintergrund, haben einen guten Überblick und verkünden, dass hier ja niemand durchschaue, was überhaupt gespielt werde...
Eine Abfrage des Publikums ergibt, dass ein Zuschauer ins Spiel „hineingerutscht" ist: Er hat sich einen prima Platz im Hintergrund gesucht, von dem er - bewaffnet mit einer Chips-Tüte - das Geschehen wie im Fernsehen beobachten kann. Dieser (RTL)-Fernsehzuschauer fühlt sich nicht betroffen, sondern gelangweilt durchs Geschehen.
Die oben genannte Aussage der geheimen Interessen hat bei einem zweiten Zuschauer kalte Schauer am ganzen Körper ausgelöst. Dabei kommt ihm der Gedanke, dass die Kriege etwas mit den Schwarzgeldströmen dieser Welt zu tun haben könnten.
Auf die Aufforderung hin, den eigenen Impulsen zu folgen, ergibt sich folgendes zweites Bild:
Die geheimen Interessen suchen die Nähe der Bewaffneten. Die Befürworter nähern sich ebenfalls den Bewaffneten und versuchen, die eigenen Soldaten im Auslandseinsatz zu schützen bzw. ihnen den Rücken zu stärken. Die Humanität stellt sich frontal den Bewaffneten gegenüber. Die Aussagen dazu:
Die Humanität: „Die Mächtigen sind ganz mit ihrer Macht beschäftigt. Sie müssen aber erkennen, dass sie Menschen sind. Dazu gibt es Chancen, aber keine Gewissheit."
Die geheimen Interessen: „Ihr könnt zwar agieren,, wie ihr wollt, aber das wird nichts bewirken. Ich kann Euch nicht ernst nehmen. Keiner von euch durchschaut das Spiel. Ihr redet nur. Hier hat keiner eine Chance. Einzig die Humanität mit ihrem kraftvollen Widerstand stört." Auf die Frage, wer denn das Spiel mache, die Spielregeln aufstelle: „Keiner der hier Anwesenden. Vielleicht gibt es auch keinen, das Spiel spielt sich selbst. Das ist der Gang der Dinge. Vielleicht bin ich sogar der Lauf der Welt..."
Die Bewaffneten: „Ich bin von mir und meinen Idealen überzeugt. Ich fühle mich auch stark und bin überzeugt, meine Ziele erreichen zu können. Die Befürworter und ihre Soldaten werden mich nicht aufhalten können. - Insgesamt meine ich, weniger Verlogenheit täte der Sache gut, vor allem von Seiten der Presse. Hier spielen wenige mit offenen Karten. Auch weniger Einmischung würde helfen."
Die Zivilbevölkerung: „Damit kann ich etwas anfangen. Die Dinge gehen ihren Gang, die Mächtigen sind mächtig, andere ohnmächtig. Das ist einfach so. Dieses Spiel wird so weitergespielt werden, und ich bin ein Teil davon. Was mir ganz wichtig ist: In so einer Situation demokratische Wahlen abzuhalten, ist eine Farce!"
Die Gegner: „Zuerst hab ich gedacht, hier geht es nur um Humanität und Friedenssicherung. Erst als die geheimen Interessen über das große Spiel geredet haben, ist mir klar geworden, dass ich naiv war. Mir ist auch klar geworden, dass ich die Zivilbevölkerung zu wenig beachtet habe. Da hätte ich besser zuhören müssen."
Die Friedenssicherung: „Das hier ist außerordentlich komplex und schwierig zu lösen. Ich denke, jemand Außenstehender muss die Dinge beim Namen nennen und aufdecken. Hier drin passiert das nicht. Ich fühle mich noch immer sehr geschwächt. Um etwas zu ändern, müsste ich den Kampf aufnehmen, und das ist mir zuwider. Der Lauf der Dinge ist sehr stark. Stärkung kann ich nur über die Humanität finden, wenn die Zugang zu den Bewaffneten findet. Ansonsten bin ich eine leere Hülle ohne Bedeutung."
Die Soldaten im Auslandseinsatz: „Für mich war angenehm, als sich die Befürworter mit den Bewaffneten beschäftigt haben. Die Humanität, die ja die Bewaffneten konfrontiert, hat die Rolle übernommen, von der ich dachte, ich müsste sie ausfüllen. Die ist da viel effektiver, als ich jemals sein könnte. Ich fühle mich auch gar nicht als richtiger Soldat, sondern eher Bundespolizei im Äußeren. Ich passe auf die Zivilbevölkerung auf und ordne vielleicht ein bisschen ihr Leben. Interessant fand ich auch, dass ich den Befürwortern immer mehr den Rücken zugekehrt habe und jetzt eher den Gegnern zugewandt bin - aber nicht aus Prinzip, sondern weil es mir um die Zivilbevölkerung geht."
Die Befürworter: „Mit der Humanität mag ich mich nicht auseinandersetzen, das ist mir zu hoch. Bei den geheimen Interessen kann ich wenig Substanz entdecken. Die Bewaffneten überschätzen sich selbst, die haben zwar Kraft, die aber zusammenbröselt. Damit sich etwas zum Positiven verändert, muss ich meinen Soldaten im Ausland den Rücken stärken."
Die Humanität: „Die Bewaffneten und die geheimen Interessen sind Lügner. Sie machen allen anderen etwas vor. Und die können nicht agieren, weil sie nicht wissen, worum es geht. Ich möchte an euch appellieren: Seid wachsam!"
Die Fernsehzuschauer: „Ich identifiziere mich mit zwei bis drei Milliarden Fernsehzuschauern. Im Großen und Ganzen habe ich das Geschehen als läppischen Cowboy-Film betrachtet. Das einzige Mal, wo ich wirklich ernsthaft zugehört habe, war die Stelle, als du (die Anleiterin) als investigative Journalistin die geheimen Interessen nach Spiel und Spielregeln befragt hast. Das hatte Thriller-Qualitäten. Da hatte ich den Impuls, meine Regierung aufzufordern, was zu unternehmen. Insofern hätte ich auch Macht, aber ich bräuchte investigativen Journalismus, der die Dinge beim Namen nennt. Alles andere fand ich langweilig, zerredet, Gerede, und ich musste mich mit Chips befriedigen."
In der anschließenden Reflexionsrunde werden folgende Stimmen laut:
„Was wir in die Welt hineintragen können, ist Humanität, sonst nichts. Und dazu hat jede/r von uns die Macht!"
„Ich hatte mich ja zu Beginn als Bundeswehr-Gegner deklariert. Jetzt erstaunt es mich selbst, aber ich glaube, dass die Bundeswehr mehr Geld braucht, um ihren Schutzauftrag gut erfüllen zu können."
„Ich habe die Aufstellung als beklemmend erlebt und möchte mich dafür einsetzen, methodisch weiterzuarbeiten, um über diesen Kreis hier die Mächtigen, die Politiker zu erreichen und Bewusstseinsarbeit zu machen."
„Die Frage: Wer bin ich denn? in der Rolle der geheimen Interessen hat mich die ganze Aufstellung über beschäftigt. Ich habe mich absolut unangreifbar gefühlt, sichtbar, aber nicht fassbar, unbeeindruckbar und ohne ethische oder moralische Grundsätze. Ich hatte den Eindruck, als sei ich die Summe der Interessen Aller, die an diesem Spiel teilnehmen. Also durchaus auch die Summe gegensätzlicher Interessen, von denen keine über eine andere siegen muss. Ich fühlte mich unruhig, als sei ich eine treibende, vorwärts drängende Kraft. Ähnlich wie in Goethes Faust: eine Kraft, die stets das Böse will und doch das Gute schafft. Deshalb die Begriffe: Gang der Dinge, Lauf der Welt.
Ich bin dankbar, dass ich erleben durfte, dass es offensichtlich eine Instanz (die verborgenen Interessen) gibt, der die Werte unserer Gesellschaft egal sind. Diese Instanz empfand ich als sehr pragmatisch und sehr nah an der echten Realität unserer Welt. Friedenssicherung, Schutz der Zivilbevölkerung (die ja auch ihre eigenen Interessen hat), Humanität, Wiederaufbau der Infrastruktur, demokratische Wahlen sind unglaubwürdige Worthülsen, wenn nicht klar wird, aus welchen Interessen wir Deutschen diese Werte im Ausland verteidigen wollen. Ebenso wichtig ist zu fragen, welches Interesse der Einzelne hat (der Soldat etc.), zur Waffe zu greifen, um sie eventuell einzusetzen. Auf deutsch: „Warum will ich den Taliban eins auf die Mütze geben? Glaube ich einfach, was man mir über die Taliban erzählt hat, oder habe ich eigene Interessen dabei (und sei es nur, dass ich etwas anderes erleben will oder mir einen eigenen Eindruck verschaffen will).
Ich darf mir selbst gratulieren, dass ich die Rolle der geheimen Interessen gewählt habe und bin sehr dankbar für dieses Erlebnis."
„Meine Position (eher pro) hat sich gefestigt, ist vielleicht noch klarer und strukturierter geworden."
„Jetzt ist mir klarer geworden, was es mit den Schwarzgeldströmen möglicherweise auf sich hat. Meine These ist die folgende: Kriege sind jene Unternehmungen, welche dem Schwarzgeldkreislauf die „Rendite" bringen. Sinn und Zweck der Kriege ist letztendlich die Sicherung des freien Zugangs zu Ressourcen, wie z. B. fossile Brennstoffe und Mineralien, durch die militärisch Mächtigeren gegenüber den Schwächeren, die (noch) im Besitz der Bodenschätze sind."
„Ich frage mich, wie es wäre, wenn bei allen anderen Politik im Raum- Aufstellungen das Element "geheime Absichten" mit aufgestellt werden würde...?
Was würde da passieren? Das wäre sicherlich einerseits spannend, vielleicht aber auch auf deckend...
Mir geht immer wieder durch den Kopf, wie kann man möglichst viele Menschen darüber informieren, was in Wirklichkeit, hinter den Kulissen, geschieht. Ich fühle die Notwendigkeit, dass möglichst viele Menschen darüber erfahren...Ich denke, der größte Mangel ist ehrliche Informationen.
Vielleicht überfrachte ich das Medium "Aufstellungen" auch mit meinen Erwartungen..."
„Beim Herkommen hatte ich Hoffnung auf Klärung, jetzt ist es eher noch unklarer. Das macht mir Angst, diese Undurchschaubarkeit und Ohnmacht. Und ich habe die Befürchtung, dass es vielleicht gar keinen Frieden geben kann, dass die Hoffnung auf generellen Frieden unrealistisch ist. Außerdem: Wie/wonach können wir urteilen, was richtig oder falsch ist?"
„Wenn wir jetzt wieder eine Skala nach pro und kontra machen würden, könnte ich mich überall hinstellen, je nach Aspekt. Ich bin froh, nicht in der Entscheidungsverantwortung zu sein. Worüber ich erleichtert bin: Ich bin jetzt sicher, dass man sich nicht die Kriegsberichterstattung im Fernsehen anschauen muss. Das ist nur Show!"
„Ich habe einmal aus Krankenhäusern Fotos von Kindern und deren Verletzungen gesehen - alles Opfer des Jugoslawien-Krieges. Wenn so etwas im Fernsehen (oder in der Zeitung) veröffentlicht werden würde, dann würde der Chips essende Zuschauer sich vermutlich übergeben müssen, so grausam und schockierend sind diese Bilder... Mit solch realitätsnahen Eindrücken wäre vermutlich die Schaden-Nutzen-Abwägung eines Krieges eine gänzlich andere, weniger eine nüchtern-kalkulierende, sondern eine mit der Humanität deutlich empathischere".
„Ich möchte euch informieren, dass unter http://www.secret.tv/ Berichte veröffentlicht werden, die man sonst aus den Medien nicht bekommt. Vielleicht ist auch dort nicht alles zu 100% objektiv, aber es lohnt sich, da reinzuschauen und sich eine eigene Meinung zu bilden!"
„Ich bin sicher, dass es demokratisch legitimierte Einrichtungen braucht, die notfalls mit Waffengewalt eingreifen können. Die Konfliktforschung zeigt, dass es bei heftig eskalierten Konflikten nur noch autorisierte Außenstehende schaffen können, die Gegnerparteien auf dem Weg in den Abgrund zu stoppen (bsp. Polizei und Gericht in persönlichem Konflikt). Leider kann man Missbrauch nicht ausschließen (auch nicht bei Staatsbediensteten), aber das ist kein Grund, auf das Eingreifen zu verzichten. Gerade wegen der Humanität müssen entsprechende Institutionen mit demokratischen Mitteln gebildet werden und eingreifen können!"
„Ich bin mir da nicht sicher. Es gibt doch Menschen, die aus religiösen Gründen wie z.B. Gandhi auf jede Gewalt verzichtet haben. Die sich auf den Standpunkt stellen, dass jeder Mensch sein eigenes Schicksal hat. Woher nehmen wir die Sicherheit, dass unser westlicher Wertekanon für alle gelten muss? Könnte diese ‚Beglückung' mit unseren Werten nicht auch eine Form von Kolonialismus sein?"
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