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Wie viel Partizipation verträgt die repräsentative Demokratie? Dieser wichtigen Frage widmet das österreichische Lebensministerium in Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT) heuer breiten Raum. Der Workshop findet von 19.-20. April 2007 in Wien statt.
WAS?
Öffentlichkeitsbeteiligung und Nachhaltige Entwicklung haben in den letzten 15 Jahren national wie international immer stärker an Bedeutung gewonnen. Die Öffentlichkeit bei Entscheidungen einzubeziehen, die sie betreffen, ist bereits vielfach angewendete Praxis. Ziel ist es, die Beteiligung der Öffentlichkeit als einen wesentlichen Bestandteil bei der demokratischen Entscheidungsfindung noch stärker zu etablieren und vor allem dauerhaft zu verankern. Denn nur der notwendige Ausgleich der verschiedenen Interessen kann langfristig zu einer lebenswerten Umwelt, wirtschaftlichem Erfolg und sozialem Zusammenhalt in der Gesellschaft führen und letztlich auch das Vertrauen in Entscheidungen und in die Politik stärken.
Doch: Wie viel Partizipation verträgt die repräsentative Demokratie? Welche Rahmenbedingungen, Strukturen und Instrumente sind geeignet, die erforderliche Akzeptanz bei EntscheidungsträgerInnen aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft, wie auch in der Zivilgesellschaft, zu finden? Wie und wo können weitere Räume für Aushandlungsprozesse geschaffen werden und damit die Potenziale für Engagement und Mitbestimmung sinnvoll genutzt werden?
Die Beiträge beziehen sich auf
- neue Ansätze, Methoden und Instrumente sowie
- zukunftsweisende Beteiligungsprozesse aus Österreich und aus anderen Ländern
- sowie konzeptive Überlegungen zu möglichen oder notwendigen (Weiter-) Entwicklungen im Bereich der Partizipation.
Geplant ist eine Publikation, die die Bandbreite der Zukunftsdiskussion auf der Website http://www.partizipation.at/ abbilden soll.
Die thematischen Fragestellungen:
- Wie können die Schnittstellen zwischen repräsentativer Demokratie und partizipativen Prozessen zum Nutzen aller besser gestaltet werden?
- Über welche Merkmale verfügt? Wie kann eine lebendige und etablierte Beteiligungskultur gefördert werden bzw. mögliche Hindernisse abgebaut werden?
- Welche Unterstützung brauchen die einzelnen AkteurInnen in Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft auf diesem Weg?
- Wie können dauerhafte Strukturen für Aushandlungs- und Entwicklungsprozesse geschaffen werden?
- Welche Methoden und Instrumente, welche Prozessstrukturen, haben zukunftsfähiges Potenzial?
- Wie sehen mögliche Zukunftsvisionen für die (Weiter-) Entwicklung der Öffentlichkeitsbeteiligung aus?
- Was sind aussichtsreiche Strategien, um das Ziel einer breit verankerten Öffentlichkeitsbeteiligung zu erreichen?
In einem Call for Papers bis Ende März wurde sowohl nach theoretischen wie praktischen Beiträgen angefragt. Die Beiträge können alle Anwendungsfelder der Öffentlichkeitsbeteiligung betreffen und das Thema auf unterschiedlichen Ebenen (Politiken, Pläne und Programme, Projekte und Prozesse; lokal, regional, national, europäisch) behandeln.
Programmflyer zum Download!
WIE?
Ablauf:
In einem eineinhalbtägigen Workshop soll die Auseinandersetzung mit der Zukunft der Öffentlichkeitsbeteiligung weitere starke Impulse erhalten. In der Veranstaltung, die vor allem PartizipationsexpertInnen aus Wissenschaft und Praxis wie auch Interessierte aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und zivilgesellschaftlichen Organisation aus dem gesamten deutschsprachigen Raum ansprechen will, wird mit kreativen, interaktiven Methoden ein Forum für den intensiven Informations- und Erfahrungsaustausch und für zukunftsgerichtete Entwicklungsarbeit geschaffen.
Neben interessanten Kurzreferaten, die Entwicklungschancen der Partizipation aufzeigen und wichtige Aspekte zukünftiger Weiterentwicklung beleuchten, werden durch konkrete Best-Practice-Beispiele neue und innovative Ansätze in Beteiligungsprozessen vorgestellt.
Der Schwerpunkt des Workshops liegt auf der kreativen Erarbeitung von weiteren Potenzialen der Beteiligung und wie sie sich entfalten können. Ziel des Workshops ist die Erarbeitung von konkreten Schritten und zukunftsgerichteten Strategien auf dem Weg zu einer noch umfassenderen Verankerung von Öffentlichkeitsbeteiligung.
Bitte entnehmen Sie weitere Informationen den Websites http://www.oegut.at/ und http://www.partizipation.at/
Veranstaltungsort:
Lebensministerium
1010 Wien
Stubenring 1
Gobelinsaal
Kontakt
Drin. Martina Handler
ÖGUT - Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik
Hollandstraße 10/46, 1020 Wien
Tel.: +43. 1. 315 63 93.21
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Ein Projekt im Auftrag des Lebensministeriums. Ansprechpartnerin:
Maga. Rita Trattnigg
Stubenbastei 5, 1010 Wien
Tel.: +43.1. 515 22.1309
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Copyright Bildmaterial: www.partizipation.at
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