Aktuell
Termine
Initiativen
Gedanken
Hinweise
Erläuterungen

Jan 31 2007
Genuine Contact - eine begriffliche Annäherung Drucken E-Mail
Geschrieben von Wolfgang Fänderl   
Mittwoch, 31. Januar 2007

creation_of_adam.jpgDas Genuine ContactTM Program der Kanadierin Birgitt Williams ist eine Methode, aber vor allem eine Haltung, eine Weltsicht und ein holistischer Ansatz. Bei dem Netzwerktreffen der bundesweiten Trainergruppe am 23.01.07 in Oberursel bei Frankfurt a.M. ging ein Workshop der tieferen Bedeutung von "echtem Kontakt" bzw. "echter Begegnung" bei der Begleitung von Prozessen auf den Grund.

Der Genuine ContactTM Ansatz wurde in einem früheren Artikel (incl. PDF und Bilder) bereits beschrieben. Wir wollten uns als Workshopgruppe lediglich vom Titel des Programms anregen lassen, um zum Kern echter Kontaktaufnahme vorzudringen:  

07-01-23_genuine_contact_mentoring_day_005

Begriffserörterungen:

Genuine

  • lässt sich aus unserer Einschätzung frei übersetzen mit echt, authentisch, offen, bereit, ganzheitlich, wahrhaftig, vertrauensvoll, intuitiv, instinktiv, absichtlich, durchgängig, einzigartig, kraftvoll, „echt gut!"
  • betroffen sind davon alle Ebenen der persönlichen Existenz: Körper,Emotion, mentaler Geist, Seele
  • einbezogen sind aber auch die Stufen der transpersonellen Existenz: Gruppe, Institution, Gesellschaft, belebte Welt, Universum

Contact

  • lässt sich aus unserer Einschätzung frei übersetzen mit: Kontakt, Begegnung, Beziehung, Resonanz, Vibration, Gegenwärtigkeit, Präsenz, „Ansprache aller Sinne"
  • die Form der Kontaktaufnahme oder Begegnung kann sowohl bewusst als auch unbewusst sein und einen oder mehrere unserer Sinne betreffen: Gesichts-, Gehör-, Geruchs-, Geschmacks-, Tast- und/oder Gleichgewichtssinn sowie 7. Sinn.

Methodische Hinweise

Auf was kommt es an?

  • Die Haltung der Begleitung: Präsenz ohne Dominanz („den Raum halten"), Vorleben statt Dozieren
  • Absichtsloses Handeln („Don't be attached with the outcome!"), Energien zulassen, intuitives Selbst nutzen (z.B. Bogenschütze: „Es schießt!")
  • Der Wechsel in der Führung als Initiator - Moderation - Komoderation - Beteiligte (vgl. Vogel-Schwarm; im Internet schöne Animation bei http://www.intravox.de/)
  • bewusste, reflektierte Umgangsformen: „Was mache ich? Warum?"
  • sich als Begleitender seiner machtvollen, einflussreichen Rolle (insb. auf methodischer Ebene) bewusst sein und Rollen regelmäßig klären (Inhalt, Methode, Organisation)
  • Achtsamkeit und sorgsamer Umgang im Kontakt mit Kunden, Kollegen, sich selbst, nicht einmalig sondern durchgängig!
  • Beteiligte abholen, wo sie stehen (z.B. trotz eigener Vorliebe für Sitzkreise, Tische stehen lassen, wenn es zum Einstieg in Prozesse gewünscht wird) aber auch Erwartungen rechtzeitig klären und sich abgrenzen
  • Alle Sinne und Lerntypen ansprechen
  • Gute Vorbereitung innerlich wie äußerlich, die Begleitung als „Energizer" (Förderung der good vibrations), Bedeutung der Raumgestaltung und atmosphärischer Elemente
  • Die Einladung zum gegenseitigen Erkennen auf allen Ebenen (individuell, institutionell, gesellschaftlich) und mit allen Sinnen; verschiedene Welten zusammenbringen
  • Übungen zur Sensibilisierung: z.B. andere auch ohne Blickkontakt zu spüren (vgl. Fußballer die sich intuitiv zuspielen, Tänzer die sich aufeinander eingestimmt haben)
  • Ruhe und Ordnung sowie Aktivität und Chaos zulassen, es fließen lassen, jeden tun lassen, was zu tun ist
  • Unterscheidung zwischen Zusammenhalt durch Gruppendruck von außen und Anziehungskraft von innen
  • Die Balance zwischen männlichen und weiblichen Energien entwickeln: aktiv Führen & aktiv Hingeben, ausgleichen was fehlt (Beispiel Standardtanz nachdem Schritte gelernt sind)
  • Wie fühlen sich alle ‚zuhause‘?  

Birgitt_Williams.jpgWas ist bei Birgitt Williams das Besondere?

  • Intuitive Übungen u.a. bei WPPF
  • Sitzkreis mit Zimbel in der Mitte
  • Authentischer Umgang
  • Birgitt führt mit GC das weibliche Prinzip (Fokus auf Menschen, Emotionen, Bedürfnisse) ins männlich dominierte Wirtschaftsleben ein und dadurch zur Balance; noch klarer seit ihr Mann Ward dabei ist

Was hilft im Genuine ContactTM Netzwerk echte Begegnung zu fördern und Kontakte aufrecht zu erhalten?

  • Persönliche Treffen in Klein- und Großgruppe, regelmäßig und unregelmäßig, formell und informell
  • Stories über Netzwerke (gemeinsam etwas Besonderes erlebt haben)
  • Rituale zum Mitnehmen
  • Emails lesen und schreiben (aber nicht nerven bzw. sich genervt fühlen)
  • Geben und Nehmen in Balance
  • Entwicklung von WIR-Gefühl auf verschiedenen Ebenen (Sympathie, Regeln, geistige Verbindung...)
  • Entwicklung von ICH-Identität mit geklärten Grenzen; Zugang zu dem was wir wirklich, wirklich wollen! Kontakt zu sich selbst durch Meditation, Tanz, Gebet, Gedichte schreiben...
  • Vgl. Artikel: „Kollegiale Netzwerke mit Mehrwert"

Viel Spaß bei echter Begegnung!

07-01-23_genuine_contact_mentoring_day_012a

Beteiligte:

Erich Kolenaty, Myriam Mathys, Marianne Gerber & zwei weitere Kolleginnen

Impulsgeber:

Wolfgang Fänderl

http://www.vernetzungsberatung.de/
http://www.cap-akademie.de/
http://www.genuinecontact.net/

Kommentare

Nur angemeldete Besucher können Kommentare verfassen.
Bitte melden Sie sich an oder erstellen Sie sich ein neues Benutzerkonto.

Powered by AkoComment 2.0!

 
November 2008
Mo Di Mi Do Fr Sa So
27282930311 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30
 


© 2006 Netzwerk Gemeinsinn e.V. | Web-Design: 01Null GbR Baernreuther & Schmitz