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Welche Materialien stehen zur Umsetzung von Gemeinsinn-Werkstätten zur Verfügung? Wie sind sie aufgebaut und entstanden?
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Grundidee des Baukastens
Bei „ Baukästen“ entsteht der Spaß nicht beim Zuschauen sondern beim Tun, nicht beim Nachbauen vorgegebener Muster, sondern vor allem beim Selbstgestalten. Das Resultat hängt zum einen von den im Baukasten enthaltenen Plänen und Bausätzen ab, zum anderen von der eigenen Kreativität, dem eigenen Können und eigenen Materialien. So entsteht bei der Ausgestaltung des technischen Gerippes etwas Neues und etwas Eigenes.
Vorbereitungsarbeiten zum Aktivierungsforum an der Universität Augsburg 03.05.2002
Nach dem gleichen Prinzip funktioniert auch der Gemeinsinn-Werkstatt-Baukasten, eine moderne Form des Wissensmanagements. Die angebotenen Informationen, Phasenpläne, Aufgabenprofile und weiterführenden Bausteine zur methodischen Ausgestaltung eines Beteiligungsprozesses wollen Wissen, Kreativität und Können ergänzen und bereichern, nicht bevormunden.
Screenshot vom Gemeinsinn-Werkstatt Baukasten
"Die Baukastenelemente bauen aufeinander auf und passen konzeptionell wie begrifflich zueinander. Durch kreative Abwandlungen und individuell gestaltete Zusätze der Beteiligten erhalten sie dann ihre Lebendigkeit und ihren Charme." (Fänderl 2005)
Aufbau des Baukastens
Ähnlich wie bei anderen Baukästen ist zunächst eine Verpackung zu sehen, auf der das Endprodukt und die Inhalte aufgedruckt sind (Überblick). Beim Öffnen dieser Verpackung findet sich eine Kurzbeschreibung des Inhalts und der anstehenden Arbeitsschritte (Einblick). Eine Bauanleitung (Durchblick) richtet sich an jene, die das Modell umsetzen wollen. Und eine Vielzahl von Bausteinen und Zusatzinformationen (Tiefblick) helfen beim Konkretisieren des Bauvorhabens. Für Fragen, Reklamationen oder Nachbestellungen gibt es einen Garantieschein mit entsprechenden Kontaktadressen (Seitenblick und Ausblick).
Einteilung des Baukastens in Leitfaden (oberer Teil) und vertiefende Baukastenelemente (unterer Teil)
Bis auf den ‚Tiefblick’ sind die verschiedenen Blickwinkel in den sieben Kapiteln des Leitfadens „Beteiligung übers Reden hinaus“ (Herausgeber: Fänderl, Verlag Bertelsmann-Stiftung, 2005) bereits zu finden. Dieser Leitfaden ist auch in den Essenz-Informationen des Gemeinsinn-Werkstatt-Baukastens enthalten, damit sich Interessierte die Grundinformationen und speziellen Fragestellungen schrittweise aneignen können (obere Hälfte). Mitwirkende und Koordinierende solcher Prozesse können dann je nach Aufgabengebiet ihr Knowhow vertiefen (untere Hälfte).
Einteilung der Baukasten-Bereiche
Die Navigationsfelder des Gemeinsinn-Werkstatt-Baukastens sind mit fünf Begriffen überschrieben, die sich zum Teil in weitere Unterbegriffe aufgliedern. Die Initialen, dieser Begriffe bestimmen den Erstbuchstaben für die Kennziffer der darin abgelegten Baukastenelemente. Sie sind folgenden Baukasten-Bereichen zugeordnet:
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Essenz-Information
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Phasenpläne: Aktivierung, Realisierung, Integration
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Aufgabenprofile: Thema, Organisation, Methode
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Bausteine: Verfahren, Gestaltung, Unterlagen, Beispiele, Webseiten, Publikationen
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Netzwerk-Informationen
Open-Content und Copyleft-Prinzip
Wenn viele verschiedene Autoren an einem Produkt arbeiten, sind rechtliche Bedingungen zur Regelung dieser Zusammenarbeit erforderlich. Üblicherweise werden in solchen Fällen Autorenverträge ausgehandelt, die Urheber- und Nutzungsrecht und entsprechende Gegenleistungen vereinbaren (Copyright).
Im Gemeinsinn-Werkstatt-Baukasten wird nicht das Wissen und die Erfahrung einiger Autoren beschrieben, sondern die eines wachsenden Netzwerks an Forschern, Praktikern und Entwicklern. Der Gemeinsinn-Werkstatt-Baukasten ist auf Nachhaltigkeit angelegt und wächst mit den Erkenntnissen und Erfahrungen des Begleitnetzwerks. Als angemessene Rechtsform wurde das Copyleft-Prinzip aus der Software-Entwicklung (z.B. Linux) übertragen und mit allen bisherigen und zukünftigen Beteiligten eine Open-Content-Lizenz vereinbart.
"Die Open-Content-Lizenz des Gemeinsinn-Werkstatt-Baukastens regelt bei der Textentwicklung und -nutzung den offenen Zugang und die freie Verfügbarkeit von Texten und sichert andererseits den Autoren zu, dass ihre Entwicklungen nicht ohne ihre Zustimmung vermarktet oder inhaltlich verfälscht unter ihrem Namen weitergegeben werden." (Fänderl 2005)
Wer auf den Baukasten der Gemeinsinn-Werkstatt gelangen will kann diese Nutzungsbedingungen einsehen und auf „Akzeptieren“ klicken. Durchlesen lohnt sich vor allem bei weiterer Verwendung von Texten des Baukastens.
Entwicklung der Baukastenelemente
Im September 2003 wurde die neu entwickelte „Baukasten-Entwicklungsplattform“ (BEP) dem Begleitnetzwerk zugänglich gemacht und „Gemeinsinn-Werkstatt-Atelier“ genannt.
BEP wurde programmiert, redaktionell aufbereitet und betreut, um deutschlandweit jene Informationen, Phasenpläne, Aufgabenprofile und Bausteine zu entwickeln, die jetzt im Gemeinsinn-Werkstatt-Baukasten vorliegen.
Eine eigene Gemeinsinn-Werkstatt-Redaktion und -Administration kümmert sich um die eingehenden Baukasten-Elemente, sorgt für die Aufbereitung der Materialien, steht für Fragen zur Verfügung, vergibt Passwörter, ordnet die Beiträge passend zu und sorgt für den technischen Transfer in den Gemeinsinn-Werkstatt-Baukasten.
Ein im Begleitnetzwerk gewähltes Qualitätsgremium achtet auf die inhaltliche Qualitätssicherung. Dadurch wird gewährleistet, dass sich die Materialien zur Gemeinsinn-Werkstatt durch Anregungen der Begleitenden stetig weiterentwickeln können.
Gemeinsinn-Werkstatt Atelier - Wissenspool der Gemeinsinn-Werkstatt
Teil des Schreibergartens bei der GW "Gemeinsinn begleiten" in Bad Boll 10.09.2003
Zum Gemeinsinn-Werkstatt-Baukasten
Der Zugang zu den Baukastenelementen führt über ein Einstiegsportal, in dem Sie die „Lizenzvereinbarung“ des Open Content Formats nochmal lesen können und mit „Anwendung starten“ akzeptieren. Für alle, die die kostenfreien Sofwareprogramme Flash und Acrobat Reader auf ihrem Computer installiert haben, sind dann sämtliche Dateien des Methodenbaukastens frei verfügbar.
Informationen und Kontakt über
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