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"Theoretische und empirische Grundlagen des Community Organizing bei Saul D. Alinsky (1909-1972)" lautet die Neuerscheinung zu einem der erfahrendsten Beteiligungsverfahren und einem der bedeutsamsten Methodenentwickler unserer Zeit.
Die Geschichte des prominenten amerikanischen Bürgerrechtlers Saul D. Alinsky beginnt während der Weltwirtschaftskrise in Chicago. Zunächst arbeitete er als Soziologe und Kriminologe an der Chicago School of Sociology und erforschte das „organisierte Verbrechen“ in den Gangsterszenen um Al Capone. Dann wurde er Organizer beim neuen Gewerkschaftsverbund CIO. Schließlich war er Berater der Katholischen Erzdiözese und protestantischer Kirchen in Chicago. Er war maßgeblich daran beteiligt, der schwarzen Bürgerrechtsbewegung in Chicago den Weg zu bereiten. Er gründete zahlreiche Bürgerorganisationen, bildete Community Organizer aus und organisierte Mieter und Kleinaktionäre.
Alinskys Arbeit beeinflusste nachhaltig die kirchliche und gewerkschaftliche Organisationsentwicklung in Chicago. Seine Arbeit profilierte die Soziale Arbeit und die Politische Erwachsenenbildung in den Vereinigten Staaten. Seine Bestseller wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Seit den 1970er Jahren wurden seine Methoden auch in Deutschland aufgenommen, und zwar im Rahmen von Gemeinwesenarbeit, Stadtplanung und Bürgerinitiativbewegung.
Die vorliegende Untersuchung beschäftigt sich erstmals ausführlich mit den zeitgeschichtlichen, religiösen und wissenschaftlichen Grundlagen von Alinskys Arbeit. Im ersten, biographischen Kapitel wird seine religiöse Erziehung sowie seine universitäre und politische Ausbildung dargestellt. Ein weiteres Kapitel enthält − ausführlich kommentiert − die zur Zeit vollständigste Bibliographie seiner veröffentlichten und unveröffentlichten Schriften. Der Leser kann auf diese Weise leicht nachvollziehen, wie sich seine Ideen und seine Praxis entwickelt haben. Das dritte Kapitel enthält Alinskys Aussagen zu den soziologischen Schlüsselbegriffen, auf die jede Organisationsarbeit immer wieder zurückgreift: community (Gemeinschaft), organization (Organisation), power (Macht), ego (Persönlichkeit), conflict (Konflikt) und ethics (Ethik). Diese drei Hauptkapitel sind umrahmt von Einleitung und Schlussfolgerungen für die deutsche Praxis.
Das Buch würdigt den Bürgerrechtler Saul D. Alinsky als wissenschaftlichen und politischen Schriftsteller und Organisator. Seine Geschichte enthält zahlreiche Anregungen für politisch Interessierte. Unverzichtbar ist das Buch für alle, die professionell in der Erwachsenenbildung, in der Sozialen Arbeit oder in der Verbandsarbeit für Parteien, Kirchen, Gewerkschaften oder Bürgerorganisationen tätig sind.
Das Buch zeigt die geographische und geschichtliche Herkunft zahlreicher Begriffe, die derzeit die politische Diskussion in Deutschland prägen: Zivilgesellschaft, Empowerment, Integration, Grundwerte, Bürgerschaftliches Engagement, Beteiligungskultur, Aktivierung etc.. Eine demokratie-geschichtliche Lücke wird geschlossen und der Anschluss an die internationale Diskussion um Demokratie, Bürgergesellschaft, Bürgerbeteiligung und Bürgerverantwortung wird ermöglicht.
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Peter Szynka: Theoretische und empirischen Grundlagen des Community Organizing bei Saul D. Alinsky (1909-1972).
Pb., 14,5x21, 300 S., Schutzgebühr € 10,-- (incl. Versandkostenanteil).
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