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Die Jahresrückblicke in den Medien nehmen zu. Im Dezember neigen sich die 12 Monate des Jahres dem Ende zu. Ein guter Zeitpunkt um selbst Bilanz zu ziehen und sich auf das kommende Jahr vorzubereiten. Doch wer kennt sie nicht, die guten Vorsätze vom letzten Jahr, welche nur selten erfolgreich in die Tat umgesetzt werden konnten? Das kann diesmal anders werden!
Rückblick?
Die Spanne eines Jahres mit ihren 4 Jahreszeiten hängt mit der Erdumlaufbahn zusammen, und jeder Zyklus dauert ca. 365 ¼ Tage. Dass er in der Winterzeit endet und die Jahreswende durch die Advents- und Weihnachtszeit eingeläutet wird ist historisch bedingt, aber letztlich willkürlich. Das Jahresende „will“ zur Besinnung anregen.
Das Leben in der Natur zieht sich zurück, äußere Aktivitäten werden eingestellt und die Kräfte gesammelt für das bevorstehende neue Jahr. Auch wir Menschen haben im Winter die Tendenz, das Erreichte zu feiern und die Dinge etwas gemütlicher angehen zu lassen. Unsere Ahnen lebten als Sammler, Jäger und Bauern von den Erträgen der warmen Monate und hatten nun Zeit, um den grundsätzlicheren Fragen nach dem Sinn des Lebens nachzugehen. Als „Stade Zeit“ wird in Bayern diese Phase bezeichnet, bevor mit Feuerwerk und Karneval die bösen Geister ausgetrieben und das neue Jahr eingeläutet werden.
Doch was haben diese Riten und Gebräuche mit uns zu tun? Sind sie heute noch angemessen und sinnvoll? Im globalen reiselustigen Getriebe mit Sommer auf der Süd- und Winter auf der Nordhalbkugel, unterschiedlichsten Feiertagen und religiösen Festen weltweit, stellen wir uns die Frage nach der Bedeutung solch überlieferter Traditionen für unser modernes Leben.
Integration?
Im Rahmen einer Gemeinsinn-Werkstatt sprechen wir beim Abschluss eines Projektes von „Integrationsphase“. Die Aktivierungs- und Realisierungsphase benötigt immer auch eine Zeit der Besinnung und Auswertung angesammelter Erfahrungen. Die Reflexionszeit zum Abschluss ist nicht nur wertschätzender Rückblick und Vergangenheitsbewältigung, sondern indirekt auch eine Art Neuorientierung und Vorschau auf kommende Projekte.
„Was können wir aus dem bisher Erlebten lernen, um es in Zukunft noch besser zu machen?“
Das Jahr als Teil eines Lebensprojekts ist durchaus wert ähnlich angegangen und abgeschlossen zu werden, ganz egal zu welchem Zeitpunkt man selbst seine Jahreswende definiert. Lebt man in einer Gemeinschaft, die bestimmte Rituale und Festtage pflegt, dann empfiehlt es sich, diese Zeiten zu nutzen, um persönlich und gemeinschaftlich zu reflektieren und zu feiern. Dadurch kann die vorhandene Energie genutzt werden und es entsteht ein größerer Mehrwert für jeden einzelnen.
Gleichzeitig lohnt sich die Frage nach dem tieferen Sinn eines Rituals oder Festtages, denn sonst bleibt der Gewinn oberflächlich [vgl. hierzu auch Vision-Quest – die Übergangszeremonie]
Gutachten?
Wer nur die Fehler und Missgeschicke des letzten Jahres wahrnimmt beraubt sich und andere einer prinzipiell reichen Ernte. Er ist wie ein Bauer, der nur das Unkraut sammelt, um sich für das neue Jahr zu überlegen, mit welchen Pestiziden und Herbiziden er es im kommenden Jahr vernichten kann. Der Nährwert solchen Tuns ist dramatisch gering. Doch in der Regel kümmert sich ein Bauer um die Auswahl des besten Getreides, der besten Setzlinge und Züchtungen, um bestens für die Zeit der Aussaat gerüstet zu sein.
„Wertschätzende Erkundung“ (Appreciative Inquiry), ein methodischer Ansatz aus den USA, zeigt, dass viel effektiver gearbeitet werden kann, wenn auf Erfolge und gute Erfahrungen Wert gelegt wird.
Sorgfältiger Umgang mit Fehlern und kritischen Situationen ist deshalb nicht weniger wichtig, die Aufmerksamkeit sollte jedoch auch beim Jahresrückblick zunächst der eigenen „Best Practice“ gelten. Dadurch entstehen Selbstbewusstsein, Optimismus und ein Erfahrungsaustausch auf konstruktiver Ebene. Ich erfahre dabei, wie ich und andere erfolgreich mit Problemen umgingen, und kann auf ungezwungene Art auch für die Zukunft lernen.
„Auf das Gute achten!“ lautet deshalb die Devise beim wertschätzenden Jahresrückblick und deshalb sprechen wir auch von „Gut-achten“.
7 Anregungen?
Welche Themen, welche Menschen und welche Form der Jahresrückblick auch umfassen mag, die Anregungen sind so allgemein gehalten, dass sie auf die jeweilige Situation und die persönlichen Bedürfnisse angepasst werden können.
Anregung 1: Assoziation
Ich nehme ein großes leeres Blatt Papier und schreibe in die Mitte den Zeitraum zu dem ich ein Gutachten anfertigen möchte. In Form einer Mindmap gehen davon drei einfache Fragen aus: WAS? WER? WIE? Assoziativ mit Wort und Bild können jetzt Antworten hinzugefügt werden:
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WAS waren meine wichtigsten Erfahrungen? Welche Ziele konnte ich umsetzen? Was wurde für mich Priorität? …
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WER hat mich in diesem Jahr besonders unterstützt und bereichert? Wer hat von mir profitiert? Mit wem habe ich besonders gut zusammen arbeiten können? …
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WIE bin ich mit anderen umgegangen? Wie sind andere mit mir umgegangen? Welche Verhaltensweisen haben mir gut getan? …
Bei der Gestaltung der Mindmap kann man Gedanken nachgehen und stichwortartige Antworten mit neuen Assoziationen herleiten bzw. ausdifferenzieren. Die Begriffe verzweigen sich und können in einigen Fällen auch mit anderen Zweigen verbunden werden. Hierbei ist keine vollständige Aufzählung sondern kreative Öffnung gefragt:
Auch völlig unvereinbare und artfremde Begrifflichkeiten aus unterschiedlichen Bereichen des Lebens können hier nebeneinander stehen. Eine Auswertung und Zuordnung findet erst später statt.
Nach soviel Selbstbestärkung können auch die unerfüllten eigenen Erwartungen in die Reflexion hineingenommen werden (eigene Mindmap!):
Auch hier werden die Gründe ausdifferenziert und als Unteräste dargestellt.
Negativbeispiele können helfen, eigene Fehler zu konkretisieren, Frustrationsphasen und ihre Ursachen offen zu legen und aus der Täuschung heraus zu kommen. Es lohnt sich, da negative Erfahrungen unbewusst in zukünftige Vorhaben hineinfunken. Das Gehirn hat sie alle gespeichert und ohne Bewusstwerdung und Erkenntnisgewinn entstehen neuronale Blockaden, die einen angespannten, ängstlichen Umgang in ähnlichen Situationen bewirken.
Die Besonderheit des "Gutachtens" besteht in der Positiven Wendung [ein Methodenansatz im Rahmen der Kritikphase der Zukunftswerkstatt]. Dabei wird für alle Negativbegriffe nach ihren positiven Gegensätzen gesucht. Ein Fehler und seine Ursachen werden durch wundersame Hand zu einem Ziel mit entsprechenden Maßnahmen! Die Positiven Wendungen können nun in die erste Mindmap übertragen werden.
Anregung 2: Austausch
Ich lasse die Begriffe und Assoziationen wirken und ein paar Tage auf dem Blatt stehen. Ich nutze die Zeit, um mit weiteren Menschen über meine Erkenntnisse und entstandenen Fragen zu sprechen: mit den Arbeitskollegen, Familienmitgliedern, Freunden… endlich Gesprächsstoff, der oberflächliche Konversation - z.B. bei der Betriebs-Weihnachtsfeier - in die Tiefe führt.
Es tut gut, nicht alleine über dem eigenen Schicksaal zu brüten, sondern anderen davon zu erzählen und deren parallele Lebenserfahrungen, Einschätzungen und Ansichten kennen zu lernen. So kommen im Lauf der Tage neue wichtige Gedanken, Anregungen, Relationen und Fremdeinschätzungen zu meiner Selbsteinschätzung hinzu.
Für den Austausch empfiehlt es sich, nicht nur von sich selbst auszugehen sondern sich zunächst den Assoziationen der anderen zu öffnen, denen man ähnlich simple offene Fragen stellen kann. Der Rückblick anderer gibt nämlich Hinweise auf deren Schwerpunkte und Einschätzungen und so ergeben sich echte Schnittstellen und Anknüpfungspunkte zu eigenen Gedanken, die im beiderseitigen Interesse vertieft werden können.
„Zuhören“ und auf die anderen „eingehen“ können, ist eine Kunst, die nicht viele beherrschen. Um nicht in eigenen Gedankenschleifen, Selbstbestätigungen und Irrtümern gefangen zu bleiben sowie echte Kontakte und bewusste Kooperationen eingehen zu können, ist die Kunst der „Öffnung“ beim Austausch die wichtigste.
Sich negativer Kritik öffnen zu können, ist dabei besonders schwer. Es gelingt leichter, wenn der Mehrwert dieser Kritikphase mir selbst und den anderen deutlich wird: blinde Flecken und Fehleinschätzungen in Zukunft vermeiden können. Hilfreich sind die Feedback-Regeln, welche dafür sorgen, dass alle Beteiligte sich ihrer Rollen und Formulierungsmöglichkeiten bewusst sind:
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Feedback wird nur gegeben, wenn es gewünscht ist!
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Feedback wird mit "Ich" begonnen um die Subjektivität der Aussage deutlich zu machen!
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Feedback beginnt mit mindestens einer bestätigenden Aussage und hört mit einer weiteren Bestätigung auf: z.B. "Ich habe mich sehr gefreut, als du..."
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Feedback hat auch das Ziel auf Verbesserungsmöglichkeiten hinzuweisen und formuliert sie entsprechend konstruktiv: z.B. "Ich würde mir wünschen, dass du in Zukunft..."
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Feedback wird von der betroffenen Person schweigend und offen entgegengenommen und am Ende wird das Gehörte mit einem Dank zusammengefasst: z.B. "Ich danke für das Feedback, das mir gezeigt hat, dass ich ..."
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Feedback ist wie ein Spiegel in dem unterschiedliche Perspektiven der eigenen Person wahrgenommen werden können und fordert keine Rechtfertigung!
Die Frage um die es dabei geht lautet:
- Welche Aspekte in meinem Leben werden von anderen kritisch gesehen und wie kann ich darauf angemessen reagieren?
"Angemessen" heißt, dass nicht alles, was andere von mir erwarten, auch erfüllt werden muss. Dennoch fällt das Zusammenleben leichter, wenn ich es weiß und darauf reagieren kann.
Anregung 3: Analyse
Haben sich die Assoziationen gesetzt und zu Gedankengängen verdichtet, schreite ich zur Vertiefung der positiven (wie negativen) Ergebnisse:
Zu den aufgezeichneten Begriffen werden mit spezieller Farbe oder in einem eigenen Raster die Analysen hinzugefügt. Hier können auch kritische Aspekte z.B. in Form von Optimierungs-Listen eingearbeitet werden:
Auch hier wie bei den folgenden Schritten lohnt es, etwas Zeit (ein bis drei Tage) zum vorangegangenen Schritt verstreichen zu lassen, um weitere Gedanken mit aufzunehmen. Die Analyse kann von einer Phase des zeitweisen Rückzugs begleitet sein (Meditation, Supervision), bei der auch Kontakt mit der Natur (Vision Quest, Skiwanderung) hilfreich sein kann.
Anregung 4: Auswahl
Nach der Analyse der Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr kann ich bereits wichtigere von unwichtigeren unterscheiden und markieren (z.B. Leuchtstift, Prioritätenzahlen). Dabei werden auch Schwerpunkte deutlich, unter denen das letzte Jahr gewonnen bzw. gelitten hat. Quer durch die Mindmap werden mir Verknüpfungen bewusster und wiederholen sich bestimmte Herangehensweisen und Muster, die mich und andere belastet oder bereichert haben:
- Was sind die wichtigsten Erkenntnisse aus diesem Rückblick?
- Was muss auf jeden Fall beibehalten und was verändert werden?
- In welchen Bereichen müssen Prioritäten gesetzt werden?
Eine Ranking-List ist eine Möglichkeit die Mindmap auszuwerten und hierarchisch bzw. linear die anstehende Jahresplanung vorzubereiten. Das Leben ist jedoch erst durch die Vielzahl an Vernetzungen, Analogien und Parallelen in seiner Komplexität zu erfassen. Es kommt auf die gegenseitigen Einflüsse an, und dabei sind bestimmte Faktoren besonders wichtig.
Anregung 5: Ausblick
Da ich meinen Jahresrückblick auch kritischen Aspekten geöffnet haben, kann das utopische Gedankenspiel mit einem "Worst Case Szenario" beginnen. Sich die schlimmst mögliche Zukunft vorzustellen, hilft dabei, sich von unbewussten Ängsten zu befreien und auch dafür mit konkreten Maßnahmen gewappnet zu sein. Sich die Zukunft nur schön zu denken schafft keine wirkliche Abhilfe.
Ein Kollege bezeichnete das "Positiv Thinking" betreffender Weise als "einen dünnen Film schillernder Illusionen über einem riesigen Haufen Dreck." Positive Affirmationen (Wiederholung von bestärkenden Sätzen) schaffen es nicht, tieferliegende negative Glaubenssätze, Selbst- und Fremdbilder zu überdecken oder gar aufzulösen.
"Wertschätzende Erkundung" geht hingegen in die Tiefe realer Erfahrungen und erkennt die Rohdiamanten unter einer Vielzahl hübscher Steine. Die echten Juwelen - unsere besonderen Ressourcen, Fähigkeiten und Fertigkeiten - sind es also, die wir dabei verfolgen und "schleifen", um in Kombination mit anderen ein wertvolles Schmuckstück zu gestalten.
Letztlich werden in der Zukunftsplanung realisierbare Perspektiven gezeichnet, für die es sich lohnt Kraft einzusetzen und aktiv zu werden. Wie die Forschung zeigt, können die eigenen Gedanken „sich selbst erfüllen“, wenn sie an eigene Erfahrungen anknüpfen, glaubhaft und vertrauenswürdig vermittelt sind und eine positive Zukunft eröffnen.
Deshalb kann ich auf einem neuen Blatt die Ziele des neuen Jahres festlegen und auf einem weiteren sämtliche Maßnahmen entlang eines Zeitstrahls einzeichnen. Dabei ergibt sich eine mehrschichtig vernetzte Schrittfolge, welche im kommenden Jahr ein guter Begleiter sein kann, der ergebnisoffen immer wieder ergänzt und angepasst werden kann.
Handlungsvorhaben werden wie die Ziele positiv formuliert und Kritik fließt als Optimierungsmöglichkeit ein. Als Beispiel hier die Umformulierung des optimierten Umgangs mit Arbeitskollegen:
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Sabine nicht mehr vor anderen dumm anreden. -> Sabine auch in Anwesenheit anderer wertschätzen.
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Vom Chef sich nicht mehr herumkommandieren lassen -> dem Chef klarer Grenzen aufzeigen
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Herrn Müller dazu bringen, dass er weniger Geld verschwendet -> Mit Herrn Müller über Möglichkeiten des effizienten Umgangs mit Geld unterhalten
Wenn auch etwas ungewohnt und aufwändig, so lohnt es sich, auf Formulierungen zu achten, die letztlich unser unterbewusstes Denken und Handeln in der Zukunft bestimmen.
Anregung 6: Aufbereitung
Die Krux der guten Vorhaben für das neue Jahr liegt in der fehlenden Dokumentation und den schlechten Erfahrungen mit öffentlichen Selbstverpflichtungen. Zunächst überwiegt die innere Motivation, doch bei sich selbst überfordernden Vorhaben kann sie schnell in Angst vor Gesichtsverlust und Scheitern umschlagen. Wird das Ziel nicht erreicht, wird man nach solchen Selbstverlautbarungen gerne von anderen aufgezogen bzw. maßregelnd darauf hingewiesen. Gute Vorsätze zu Jahresbeginn werden darüber hinaus häufig negativ formuliert (ich will nicht mehr rauchen) und deshalb selten positiv erinnert!
Gute Vorsätze sollten also nicht nur positiv ausgedrückt, sondern auch aufgeschrieben und für sich behalten werden. Erstrebenswerte Visionen, realistische Umsetzungsmöglichkeiten und positiv gewendete Erfahrungen stehen dabei im Zentrum. Neben Bildern, Taschentuchknoten und verbrannten Zetteln haben festgehaltene Worte einer Vision einen Vorteil: sie sind unmissverständlicher und können am Ende des Jahres aber auch zwischendurch leichter erinnert werden. Für einen bewussten Jahresabgleich also eine gute Voraussetzung.
Die eigene Haltung sollte dabei eine offene sein, die es erlaubt auch eine andere Zukunft als die erwartete zu unterstützen und Fehler machen zu können. Das Jahresgutachten dient dann mit seinen vorläufigen Antworten, der intrinsisch motivierten Alltags-Orientierung und am Ende des Jahres der persönlichen Erinnerungshilfe. Controling wäre das extrinsisch motivierte Pendant, macht Stress, schafft Aversion und ist deshalb zu meiden.
Anregung 7: Ausruhen
Wesentliche Momente jeder Integrationsphase sind feiern und entspannen. Bereits in der Schöpfungsgeschichte der Bibel ist der 7. Tag nicht vergessen worden: „Und Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn für heilig; denn an ihm ruhte Gott, nachdem er das ganze Werk der Schöpfung vollendet hatte.“ (1. Mose 2,3)
Der Abschluss eines Jahresgutachtens ist also keineswegs der Start für die neue Aktivität, sondern die Vorschau und das Kräftesammeln, damit es im Frühjahr mit vereinten Kräften wieder weitergehen kann.
Auf dass bis zum Frühjahr auch Ihnen ein paar besinnliche Tage zum Jahresgutachten bleiben!
Wolfgang Fänderl
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