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Regionen und ihre Akteure haben es mit zunehmender Komplexität zu tun. Immer neue Aufgaben und Anforderungen werden der regionalen Ebene gestellt. Vielfach werden neue Regionen organisiert, die neben anderen regionalen Ebenen jeweils mit eigenen Organisationsstrukturen bestehen. Die bundesweit erste Seminarreihe zur Aufstellungsarbeit in der Regionalentwicklung wird von der Universität Kassel in Kooperation mit der Akademie der KLJB durchgeführt. Das nächste Seminar findet vom 17.-19.11.2005 in Germerode (Hessen) statt. 
Was?Die Aufstellungsarbeit stammt ursprünglich aus der Familientherapie. Die heute bekannten Familienaufstellungen, bei denen Personen als teilnehmende Repräsentanten eines fremden Systems in einem Raum aufgestellt werden, wurden hauptsächlich von Virginia Satir (Familienskulptur) und Bert Hellinger[1] (Familienaufstellung) weiterentwickelt. Die Familienaufstellungen dienen dazu, das System (Familie) abzubilden bzw. das Beziehungsgeflecht der Systemmitglieder darzustellen, Systemdynamiken zu verdeutlichen und systemische Verstrickungen zu lösen. Die Aufsteller Gunthard Weber, Matthias Varga von Kibéd und Insa Sparrer sowie Klaus P. Horn und Regine Brick haben mit der Weiterentwicklung der Familienaufstellung für Organisationen mit den Formen der Organisations- und Strukturaufstellungen neue Anwendungsgebiete geschaffen. Das Instrument der Regionsaufstellung dient als wirkungsvolles Diagnose- und Lösungsinstrument, um sinnvolle regionale Organisationsstrukturen aufzubauen, in denen die an den Prozessen beteiligten Menschen bzw. Gruppen mit ihren unterschiedlichen Interessen, Meinungen und Werten gemeinsam handeln können. Regionsaufstellungen bilden Systeme wie ein Modell ab und simulieren die Interaktionen und Befindlichkeiten in einem System. Dazu werden Personen stellvertretend für die Elemente des Systems, also Menschen, Vorstand, Akteure, Partnerschaft, Bewilligungsbehörden etc. im Raum hinsichtlich Standort, Blickrichtung und Entfernung so angeordnet (aufgestellt) wie der Aufstellende das Beziehungsgeflecht des Systems wahrnimmt. Anschließend können die Stellvertreter befragt und umgestellt werden. 
Wer?Zielgruppe sind Personen, die im Bereich Regionalentwicklung, lokale und regionale Agenda oder Regionalvermarktung tätig sind bzw. Mitarbeiter aus Ministerien, Abwicklungsbehörden, Bewilligungsstellen oder aus Programmen wie LEADER+, Regionen aktiv, Integrierte Ländliche Entwicklung, Lernenden Regionen. Veranstalter sind das Fachgebiet Nachhaltige Regionalentwicklung der Universität Kassel in Kooperation mit der Akademie der KLJB, Bad Honnef. Seminarleitung: Stefan Gothe, M.A. ist Mitarbeit an der Universität Kassel und ausgebildet als systemischer Berater, Coach und Organisationsaufsteller. Sein Tätigkeitsschwerpunkt sind Beratung, Coaching und Training im Bereich der Regionalentwicklung. Wie?Einführung in die Methode Organisationsaufstellung: Zu Beginn des Seminars wird die Entwicklung der Methode der Organisationsaufstellung und die damit verbundenen verschiedenen systemischen Ansätze und Prinzipien dargestellt. Anliegen von Teilnehmenden bearbeiten: Die Teilnehmenden haben die Gelegenheit, eigene Anliegen zu bearbeiten, in dem sie Stellvertreter für Personen, Teams oder Themen aussuchen und diese so im Raum aufstellen, wie es Ihrer Wahrnehmung der Wirklichkeit entspricht. Aus dieser Konstellation wird die verborgene Dynamik und das Beziehungsnetz deutlich. Die Stellvertreter sehen und spüren unmittelbar, was fördert und was hindert. Zum Abschluss wird ein Lösungsbild entwickelt, das Ressourcen freisetzt und das Ziel wieder ganz in den Blick rückt. Erste Erfahrungsberichte aus der Seminarreihe sind zu finden unter http://www.regionsaufstellungen.de/151.0.html bzw. als PDF-Datei unter http://www.regionsaufstellungen.de/45.0.html Weitere Informationen und AnmeldungFB Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung Fachgebiet Nachhaltige Regionalentwicklung Stefan Gothe, M.A. Henschelstr. 2 34127 Kassel Tel. 0561-804-2495 Fax 0561-804-3267 Email:
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Internet: www.nachhaltige-regionalentwicklung.net, www.regionsaufstellungen.de
[1] Die Person Bert Hellingers sowie seine Art der Durchführung von Familienaufstellungen (insbesondere als Großveranstaltung) sind in jüngster Zeit sehr umstritten. Die von ihm entwickelte Methode erfährt jedoch in professionellen Kreisen nach wie vor große Anerkennung. Für die Organisationsaufstellungen wurden Elemente und Dynamiken aus der Familienaufstellung übernommen und weiterentwickelt. Hinweis der GW-Redaktion: Politik im Raum wurde im Rahmen eines Regionaltreffens vorgestellt und zeigt die Effektivität von Aufstellungsarbeit an einem Beispiel im politischen Kontext auf. Nur angemeldete Besucher können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an oder erstellen Sie sich ein neues Benutzerkonto. Powered by AkoComment 2.0! |