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Das Regionaltreffen am 31. Oktober 2005 hatte die Frage zum Ziel wie eine moderne "Speakers-Corner" aussehen kann. Möglicher Weise wird in Zukunft der neu gestaltete Marienhof im Herzen München dazu dienen. Doch wie soll solch ein regelmäßiger Event methodisch angegangen werden? Der Kollegenkreis aus München konnte hierzu einige hilfreiche Gedanken beitragen. Einladungen zu weiteren Treffen im Kommentar!
WASIdeeMiteinander reden, einander zuhören, sich eine Meinung bilden, andere überzeugen – so funktioniert Demokratie. Doch in Deutschland gibt es kaum Orte, an denen öffentlich miteinander um die beste Entscheidung gerungen wird. In Talkshows plappern Politiker, in Parlamenten segnen sie Entscheidungen meist nur noch ab. Die Debattierkultur ist an einem Tiefpunkt. Das Bündnis zur Erneuerung der Demokratie (BED) und der Debattierclub München e.V. (DCM) meinen, dass es Zeit ist, wieder öffentlich zu diskutieren: So wie einst auf dem Forum in Rom oder an der Speakers’ Corner in London sollen Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit erhalten, andere von ihrer Ansicht zu überzeugen. "Erst miteinander reden, dann mitreden!" Das ist die Losung für ein Projekt, mit dem BED und DCM Mut machen wollen, das öffentliche Gespräch wieder zu suchen. 
Dazu wird an einem festen Standort in der Öffentlichkeit regelmäßig über aktuelle Streitfragen diskutiert. Ein Moderator und Spielregeln sorgen dafür, dass Bürgerinnen und Bürger tatsächlich miteinander reden – und nicht aneinander vorbei. Umsetzung und SpielregelnmitREDEN! findet regelmäßig (wöchentlich) gegen Feierabend an einem festen Standort in der Öffentlichkeit statt, gut zugänglich und mit Laufpublikum. Ein Moderator leitet das offene Forum. Er erklärt das Projekt und erteilt das Wort. An jedem Abend wird eine Streitfrage zur Diskussion gestellt. Zu jeder Streitfrage gibt es vier Impulsstatements, die von sog. „gesetzten Rednern“ gehalten werden. Diese müssen sich klar als Pro- oder Contra-Redner positionieren. Die „gesetzten Redner“ sollten erfahrene Debattierer oder solche Personen aus Politik und Bürgergesellschaft sein, die sich bei einem Thema besonders gut auskennen. Sie legen pointiert (und unterhaltsam!) ihre Sicht der Dinge dar. Sie haben dafür jeweils 5 Minuten Zeit. In diesen 5 Minuten hat das Publikum das Recht zu Zwischenrufen und Zwischenfragen. Ein Redner ist jedoch nicht verpflichtet, eine Zwischenfrage zuzulassen. 
Nach den vier Impulsstatements eröffnet der Moderator das Forum für jede Person, die gern zum Thema Stellung nehmen möchte (sog. „Open Floor“). Wer das Wort ergreifen will, signalisiert dies. Der Moderator erteilt das Wort. Der Redner hat dann maximal drei Minuten lang Rederecht. Die Redner werden nur unterbrochen, wenn sie eine Zwischenfrage zulassen sowie in den Ausnahmefällen, in denen der Moderator ihre Ausführungen für nicht tragbar hält. Abschließend fasst jeweils einer der „gesetzten“ Pro-Redner und einer der „gesetzten“ Contra-Redner die Diskussion aus seiner Sicht zusammen (5 Minuten). Diese Schlussredner haben die Möglichkeiten, auf Aspekte der Reden aus dem Publikum einzugehen und noch einmal für die Pro- oder Contra-Seite zu werben. Nach ihren Reden findet eine Abstimmung per Handzeichen über die Streitfrage statt. Das Publikum wird mit einem pfiffigen Flyer über die jeweilige Streitfrage und die Spielregeln von mitREDEN! informiert. Für die Öffentlichkeitsarbeit, die Teilnahme an den Debatten, die Moderation und die Verteilung der Flyer im Umfeld des Forums werden mehrere Mitarbeiter benötigt, die sich aus den Reihen von BED und DCM rekrutieren werden. Kosten entstehen in überschaubarer Größe für den Internetauftritt, für Kopien und Wegweiser sowie für Öffentlichkeitsarbeit. Die Organisatoren bemühen sich um einen Schirmherrn für die Veranstaltung. ErfahrungenAuf der BUGA 2005 haben wir unsere ersten Gehversuche gemacht. Mit verschiedenen Themen traten wir auf den Balkonszen en - organisiert u.a. von der mvhs und dem ÖBZ - mit Freude auf. Interesse haben die Besucher schon gezeigt. Nur wollten sie sich nicht unbedingt stören lassen und im Biergarten ihre Ruhepause genießen. Aus diesen Erfahrungen ergibt sich, dass wir das Konzept im Ablauf genau überdenken müssen und auch an überwiegend Laufpublikum anpassen müssen. Auf der Homepage von Fritz Letsch sind Details zu erfahren: http://home.arcor.de/letsch/mitreden.htm Allgemeine Hinweise zum Ablauf und der Zielsetzung von Dabattierclubs hat Milosz Matuschek im Artikel "Debattieren: Demokratie als Sandkastenspiel" näher erläutert. WER? Zielgruppe: Es kamen Interessierte aus den Bereichen Beratung, Erwachsenenbildung, Sozialbereich, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien, die sich mit Methoden der Partizipation beschäftigt haben. Gastgeber: LeMoMo, das Regionaltreffen von Netzwerk Gemeinsinn e.V wurde in Zusammenarbeit mit der Akademie Führung & Kompetenz am CAP (LMU) und der Münchner VHS am letzten Montag im Monat organisiert. Wolfgang Fänderl war Gastgeber und verantwortlich für die Rahmengestaltung des LeMoMo. Schwerpunkt-ReferentInnen: Gunda Kraus ist vom Bündnis zur Erneuerung der Demokratie (BED) und hat seit längerer Zeit die Methode in ihrem Kontext ausprobiert und schätzen gelernt 
WIE?Ablauf: Das Münchner Regionaltreffen des Gemeinsinn-Begleitnetzwerks fand am 31.10.2005 im Ökologischen Bildungszentrum München (Engelschalkinger Str. 166/ U4 Arabellapark) statt. Um 18.30 Uhr wurde das Mitbringbuffet eröffnet, und um 19.00 Uhr gab es eine Kennenlernrunde bei der die Erwartungen abgefragt und erste theoretische Grundlagen geschaffen wurden. Ergebnisse zu mitREDEN - Speakers' Corner für München Über die Idee als solche, die Umsetzung, der Unterschied zur echten Speaker's Corner im Hyde Park in London, die ersten Erfahrungen auf der BUGA 2005 und der aktuelle Stand. Kontrovers ging es zu, aber innovativ. Fazit: es gibt noch viel Debattierbedarf. Klar waren wir uns über die Besonderheit von mitREDEN als Methodik des Debattierens mit dem Ziel für eine lebendige Demokratie und des Gemeinsinns.
Schwierig erscheint uns die Übertragung der Regeln des Debattierens auf mitREDEN in der Öffentlichkeit. Da herrscht noch weiterer Diskussionsbedarf.
Ideen wurden angesprochen: auf jeden Fall an einem festen Standort (der Marienhof - Antrag an die Stadt läuft bereits). Auch das Wie dort: mit z.B. einer Projektionswand auf der die Themen und der Stand der laufenden Debatte ablesbar ist (um auch Laufpublikum einzubinden), die Spielregeln des Debattierens. Wie können Debatten im Winter stattfinden?
Weitere Möglichkeiten: Schulunterricht, Lernangebot mvhs (wird schon umgesetzt von Mitgliedern des Debattierclubs), Radiodebatten (fand erstmals am 07.11.05 in Radio Lora 'Gegensprechanlage' statt), mobiles mitREDEN (in Stadtteilen zu aktuellen Themen). Wir stehen am Anfang! Informieren Sie sich bitte über das Bündnis zur Erneuerung der Demokratie www.casa-luz/empowerhaus.de oder http://home.arcor.de/letsch/mitreden.htm Orientierung auch unter http://bed-muenchen.blog.de über den Debattierclub: www.debattierclubmuenchen.de und natürlich über: www.gemeinsinn-werkstatt.de Autoren und weitere Informationen:für BED - Bündnis zur Erneuerung der Demokratie: Gunda Krauss Tel. +49 / 89 / 933 530 E-Mail:
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für Netzwerk Gemeinsinn e.V.: Wolfgang Fänderl Netzwerk Gemeinsinn e.V. c/o Centrum für angewandte Politikforschung Maria-Theresia-Str. 21 81675 München +49 / 89 / 2180-1333 Web.: www.gemeinsinn-werkstatt.de E-Mail:
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