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Sep 25 2005
mitWirkung – Forschungsergebnisse zur Jugendpartizipation Drucken E-Mail
Geschrieben von Wolfgang Fänderl   
Sonntag, 25. September 2005

05-09-13 Cover mitWirkung_1.jpgAm 13.09.05 stellte die Initiative „mitWirkung“ der Bertelsmann-Stiftung Ergebnisse einer repräsentativen deutschlandweiten Studie vor: Daten, Fakten und Perspektiven zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen.

WAS?

Wer hätte gedacht, dass sich Jugendliche in Familien viel bis sehr viel, in der Schule wenig und am Wohnort selten beteiligt fühlen? Dass die Lehrer und Verantwortlichen der Kommunen die Beteiligungsmöglichkeiten in ihren Bereichen um ein vielfaches höher einschätzen, als die Kinder und Jugendlichen selbst? Dass die meisten von ihnen von 16 angebotenen Beteiligungsmöglichkeiten durchschnittlich maximal an drei teilgenommen haben? Dass immerhin etwa 8% der Kommunen Jugendliche häufig in Ratsbeschlüsse einbeziehen? Dass die Mehrzahl junger Menschen mit der Politik (sehr) unzufrieden ist?…

Daten über Daten und eine beeindruckende Unterstützung und Rückmeldebereitschaft aus Schulen und Kommunalverwaltungen aus repräsentativ ausgewählten 51 Gemeinden und Städten aller Größen. Diesmal wurden auch 14.387 Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren befragt.

Hier die drei Fazits, der Forscher:

  1. Die Intensität der Mitwirkung hängt von den Kindern und Jugendlichen selbst ab. Kommunale Angebote werden relativ wenig genutzt.
  2. Kleine Kommunen haben strukturelle Vorteile vor den größeren Städten.
  3. Aufeinander aufbauende Ansatzpunkte bietet die „Partizipationsspirale“:

05_09_13_Partizipationsspirale_mitWirkung.JPG

„Da die Zufriedenheit mit Partizipation eine große Bedeutung dafür hat, ob und wie sehr Kinder und Jugendliche in der Kommune mitwirken, und diese durch eine entsprechende Ausgestaltung der Angebote beeinflussbar ist, stellt sie den wichtigsten Faktor für die Stärkung der Partizipation dar. …

Insgesamt finden sich auf der Basis der Untersuchung zahlreiche Hinweise, wie die Partizipation junger Menschen in Familie, Schule und Kommune ausgeweitet und gestärkt werden kann. Hierfür modellhafte Umsetzungen in den Kommunen zu entwickeln ist Gegenstand der zweiten Phase der Initiative „mitWirkung“ der Bertelsmann Stiftung.“

(aus: „Kinder- und Jugendpartizipation in Deutschland“ Reinhard Fatke und Helmut Schneider, Bertelsmann-Stiftung 2005; S. 45)

WER?

Initiatoren: "mitWirkung" ist eine Initiative von Bertelsmann-Stiftung, UNICEF und Deutschem Kinderhilfswerk zur Stärkung der Kinder- und Jugendpartizipation in der Kommune. Die Initiative hat zum Ziel, dass sich junge Menschen aktiv und informiert in die Gestaltung des demokratischen Gemeinwesens einbringen. U.a. werden Best-Practice-Recherche und Strategieentwicklung dazu genutzt öffentliches Bewusstsein für die Notwendigkeit der Beteiligung junger Menschen zu schaffen und die Ergebnisse nachhaltig und flächig zu verankern.

Forscher: Prof. Dr. Reinhard Fatke, Ordinarius für Pädagogik an der Universität Zürich, und PD Dr. Dr. Helmut Schneider, Akademischer Oberrat am Marketing Centrum der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, zeichnen für die Forschungsergebnisse verantwortlich.

WIE?

Weitere Informationen und Forschungsergebnisse über die Homepage der Bertelsmann-Stiftung als Download erhältlich: http://www.mitwirkung.net/cps/rde/xchg/mitwirkung/

Autor

logo_cap2.gifWolfgang Fänderl
Akademie Führung & Kompetenz
Centrum für  angewandte Politikforschung
Maria-Theresia-Straße 21
81675 München
Tel.: +49 / 89 / 2180 - 1333
Fax: +49 / 89 / 2180 - 5850

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