2. Der
Wohlstand unseres Landes ist der Wohlstand aller Bürger. Er geht auf die
Leistungen aller Bürger zurück, auch auf die Leistungen vorangehender
Generationen.
Deshalb gebietet es die Gerechtigkeit, alle Bürger
an diesem Wohlstand zu beteiligen.
3. Unser Wohlstand ist das Ergebnis erfolgreicher
Innovationen. Innovationen steigern die Produktivität und befördern
die Wertschöpfung: Sie ermöglichen es, Arbeitsabläufe
zu automatisieren und menschliche Arbeitskraft einzusparen.
Arbeitslosigkeit ist kein Zeichen von Armut, sondern ein Ausdruck
der Produktivität und des Vermögens
unseres Landes.
4.
Verzicht auf Innovationen ist Verzicht auf Wohlstand und damit auf
Freiheit von unnötiger Arbeit.
Freiheit der Bürger ist auch Freiheit von unnötiger
Arbeit, die durch programmierbare Automaten verrichtet werden kann.
5. Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger zur Arbeit zu zwingen, mißtraut ihrer Gemeinwohlbindung und schränkt die bürgerlichen Freiheiten ein.
6. Das Festhalten am Ziel der Vollbeschäftigung hat
zur Folge, daß Arbeitslose und Arbeitnehmer für die wirtschaftliche
Produktivität unseres Landes bestraft werden.
Sie werden gezwungen, ihre Arbeitskraft zu sinkenden Löhnen und
Gehältern bei reduzierter sozialer Absicherung zu verkaufen, obwohl
ihre Arbeitskraft nicht mehr benötigt wird.
7. Das Festhalten
am Ziel der Vollbeschäftigung hat zur Folge, daß Bürger
- ohne Not - dauerhaft zu Tätigkeiten gezwungen werden,
die automatisierbar sind. Automatisierbare Arbeit ist ersetzbare Arbeit;
ersetzbare Arbeit kann nicht sinnstiftend sein.
Das Festhalten am Ziel der Vollbeschäftigung geht somit für
eine steigende Anzahl von Bürgern mit dem Verlust beruflicher Sinnstiftung
einher.
8. Das Festhalten am Ziel der Vollbeschäftigung zieht eine Verschwendung von Lebenszeit der Bürger nach sich, weil sie an geisttötende, unwürdige Arbeiten gebunden werden. Die Zeit wird sinnlos "abgesessen" und kann nicht für sinnvolle Tätigkeiten genutzt werden; die Würde des Menschen wird mißachtet.
9. Wenn Würde und Integrität von Menschen nicht mehr die oberste Richtschnur politischer Entscheidung sind, wird das politische Gemeinwesen in seinen Grundfesten erschüttert.
... stärkt die Familie. Sie kann sich der Erziehung und der Fürsorge für ihre Kinder widmen, ohne sich um ihre Einkommenssicherung zu sorgen.
... fördert Innovation in allen gesellschaftlichen Bereichen und ermöglicht die dazu erforderliche Muße. Innovative Ideen können frei entwickelt werden, ohne daß sie vom Absatz an einem Markt abhängig sind.
... stärkt die Unternehmen. Sie können automatisieren, ohne sich Sorgen um entlassene Mitarbeiter zu machen. Sie können auf leistungsbereite Mitarbeiter setzen, denn Erwerbsarbeit wird freiwillig geleistet.
... stärkt die Volkswirtschaft. Unproduktive Industrien und Wirtschaftszweige müssen nicht mehr subventioniert werden.
... ermöglicht einen umfassenden Abbau von Bürokratie, auch in den Sozialsystemen. Ein bedingungsloses Grundeinkommen ersetzt weitestgehend bestehende Sozialleistungen.
Ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle Bürger stärkt die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, und gibt ihnen die Freiheit dazu.
Ute Fischer, Stefan Heckel, Axel Jansen, Sascha Liebermann, Thomas Loer
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